Twitter-Deutschlandchef

Thomas de Buhr heuert offenbar beim Streamingdienst DAZN an

Thomas de Buhr (l.) wechselt wohl von Twitter zu DAZN.
© Alexander Hassenstein / Getty Images
Thomas de Buhr (l.) wechselt wohl von Twitter zu DAZN.
Im März gab Twitter bekannt, dass Deutschlandchef Thomas de Buhr den Kurznachrichtendienst im Sommer verlassen werde. Nun scheint wohl klar zu sein, wo es den ehemaligen Google-Manager hinzieht: Offenbar hat sich der Sport-Streaminganbieter DAZN die Dienste von de Buhr geangelt.

Wie aus informierten Kreisen zu hören ist, wird de Buhr im Juli bei DAZN anheuern. Sowohl der Streamingdienst als auch de Buhr wollen den Wechsel auf Nachfrage weder bestätigen noch dementieren. "Aktuell bin ich MD Twitter Deutschland. Sobald sich Neuigkeiten ergeben, werde ich diese über meinen Twitter Account kommunizieren", sagt de Buhr gegenüber HORIZONT Online.

Unklar ist noch, in welcher Funktion de Buhr zu DAZN wechselt. Die Expertise des erfahrenen Managers, der vor seiner Zeit bei Twitter unter anderem die Vermarktung von Youtube verantwortete, lässt zumindest die Vermutung zu, dass mit de Buhr künftig auch die Werbevermarktung bei DAZN Einzug halten könnte. Das wäre ein Novum für den Streaminganbieter, der sich bislang ausschließlich über das Abo-Geschäft finanziert.

DAZN hatte im vergangenen Jahr massiv in Übertragungsrechte investiert und sich neben der Europa League auch die Rechte an der begehrten Champions League gesichert. Die öffentlich-rechtlichen Sender schauen ab der kommenden Saison in die Röhre. Die teuren Pakete muss der Streamingdienst nun refinanzieren – und baut dafür eventuell nicht mehr nur auf die zahlende Nutzerschaft.

Die Nachfolge von de Buhr bei Twitter ist indes noch ungeklärt – zumindest ist die entsprechende Stellenausschreibung für einen Country Director Germany nach wie vor online. Das Unternehmen hatte im April heimlich, still und leise sein Hamburger Büro dicht gemacht. Laut einem Bericht der Berliner Morgenpost gibt es in Deutschland lediglich noch ein Kern-Team von fünf Mitarbeitern, die in einem Coworking Space untergebracht sind. ron




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