Tageszeitungen

Florian Kranefuß kehrt dem Tagesspiegel den Rücken

Florian Kranefuß verlässt den "Tagesspiegel"
Florian Kranefuß verlässt den "Tagesspiegel"
Florian Kranefuß, seit 2012 Geschäftsführer des Tagesspiegel, verlässt die Berliner Zeitungsgruppe mit noch unbekanntem Ziel. Wie der Verlag mitteilt, will sich der Zeitungsmanager "neuen beruflichen Herausforderungen stellen" und lässt seinen Vertrag daher auslaufen. 
Kranefuß hinterlässt ein gut bestelltes Haus: Die Tageszeitung wurde in den vergangenen Jahren erfolgreich als Leib- und Magenblatt der zahlreichen politischen Entscheidungsträger in Berlin positioniert, das klassische Verlagsgeschäft um neue Geschäftsfelder wie Konferenzen und Veranstaltungen erweitert. Die verkaufte Auflage des Tagesspiegel lag zuletzt stabil bei rund 107.000 Exemplaren. 

"In seinen sechs Jahren an der Führungsspitze beim Tagesspiegel ist es gelungen, den Tagesspiegel erfolgreich als Leitmedium der Hauptstadt und als Innovationsführer zu positionieren und entgegen dem Branchentrend auf einen Wachstumspfad zu führen", sagt Michael Grabner, Aufsichtsratsvorsitzender des Hauptanteilseigners DvH Medien (Die Zeit, Handelsblatt): "Wir bedauern den Weggang von Herrn Kranefuß sehr, danken ihm sehr für seine erfolgreiche Tätigkeit und für seine hohe Loyalität zum Haus und wünschen ihm für seine persönliche und berufliche Zukunft von Herzen alles Gute." 

Kranefuß begann seine Karriere im Druckbereich von Axel Springer. Nach einer Station als Gesamtanzeigenleiter Frauenzeitschriften beim Bauer Verlag wurde er 1999 Verlagsgeschäftsführer der Regionalzeitungsgruppe Hamburg von Axel Springer. Es folgten Stationen als Mitglied des Vorstands bei der Bremer Tageszeitungs AG und Gründer und Gesellschafter von DS Digitale Seiten. 2012 wechselte er zum Tagesspiegel, Ende 2016 stieg er zum Sprecher der Geschäftsführung auf. Kranefuß legt sein Amt bereits zum 1. Juni nieder. Seine Aufgaben übernehmen die beiden anderen Geschäftsführer Ulrike Teschke und Farhad Khalil.

Der Tagesspiegel gehört mehrheitlich zur DvH Medien von Dieter von Holtzbrinck, 20 Prozent hält der ehemalige Scholz&Friends-Manager Sebastian Turner. dh


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