TV-Nachrichten

"Tagesschau" zuschauerstärkste Nachrichtensendung in 2014

"Tagesschau"-Sprecherin Judith Rakers im neuen Studio
© NDR/Thorsten Jander
"Tagesschau"-Sprecherin Judith Rakers im neuen Studio
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Die 20-Uhr-Nachrichten im Ersten sind die beliebteste Anlaufstelle der Deutschen, wenn es um TV-Nachrichten geht: Die "Tagesschau" erreichte in diesem Jahr im Schnitt 8,95 Millionen Zuschauer und lag damit deutlich vor den ZDF-Sendungen.
Die durchschnittliche Zuschauerzahl entspricht einem Marktanteil von 32,0 Prozent. Das sei mehr, als die Nachrichtensendungen von ZDF, RTL und Sat 1 zusammen, wie der für die "Tagesschau" verantwortliche NDR mitteilt. Damit konnte die "Tagesschau", die seit April dieses Jahres aus einem neuen Studio sendet, ihre Werte aus dem Vorjahr ausbauen. 2013 hatten unter dem Strich 8,87 Millionen Zuschauer bzw. 31,8 Prozent Marktanteil pro Sendung gestanden. Beim jüngeren Publikum schauen im Schnitt 1,75 Millionen Zuschauer zu, was einem Marktanteil von 18,3 Prozent entspricht.

Die zu späterer Stunde ausgestrahlten "Tagesthemen" kamen derweil auf durchschnittlich 2,47 Millionen Zuschauer und 11,0 Prozent Marktanteil. Der Höchstwert aus dem vergangenen Jahr (2,53 Millionen Zuschauer) wurde damit knapp verfehlt. Zuwächse gab es allerdings bei den 14- bis 49-Jährigen. Hier verzeichnen die "Tagesthemen" nun 540.000 Zuschauer, ein Plus von 20.000. Dabei dürfte die Fußball-WM ordentlich mitgeholfen haben: Die "Tagesthemen" im Zeitraum der WM (12. Juni bis 13. Juli) kamen auf einen Schnitt von 3,56 Millionen Zuschauern (13,5 Prozent).

"2014 war ein nachrichtenstarkes Jahr. Ukraine-Krise, dramatische Konflikte in der arabischen Welt, Ebola und die Fußball-Weltmeisterschaft waren einige der Themen. Das hervorragende Ergebnis der Tagesschau zeigt, dass die Zuschauerinnen und Zuschauer sich bei uns informieren, wenn es darauf ankommt", kommentiert Kai Gniffke, Erster Chefredakteur ARD-aktuell.

Frey, Peter
© ZDF
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ZDF und ARD wehren sich gegen die Kritik an ihrer Berichterstattung zur Ukraine-Krise. Das ZDF habe sich immer wieder kritisch mit den Gruppen des "rechten Sektors" in der Ukraine und der Russland-Politik der NATO auseinandergesetzt, heißt es aus Mainz. Der NDR will die Berichterstattung über den Konflikt in der Ukraine "weiterhin intensiv beobachten". Auslöser der Kritik waren ein an die Öffentlichkeit gelangter Bericht des ARD-Programmbeirats und ein Bericht im "Handelsblatt".

Beim ZDF behielt das um 21.45 Uhr ausgestrahlte "Heute-Journal" die Oberhand vor den "Heute"-Nachrichten um 19 Uhr. Die Spätausgabe sammelte im Schnitt 3,70 Millionen Zuschauer und kommt damit auf 13,5 Prozent Marktanteil, die "Heute"-Sendung kam auf 3,52 Millionen Zuschauer und einen durchschnittlichen Marktanteil von 16 Prozent. Beide Sendungen verzeichneten damit leichte Zuwächse (+0,3 bzw. +0,5 Prozent).

Die Erfolgsmeldung nimmt ZDF-Chefredakteur Peter Frey zum Anlass, um sich gegen die Kritik an der Objektivität der Nachrichtensendungen, die insbesondere im Zusammenhang mit der Ukraine-Berichterstattung laut wurde, zu wehren: Unter 1000 Ukraine-Beiträgen des ZDF habe es nur wenige echte Fehler gegeben, so Frey laut Tagesspiegel.de. Im Netz sei mancherorts ein anderer Eindruck erweckt worden. "Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir die professionellen Regeln des seriösen Journalismus weiter pflegen. Und dass das von den Zuschauern weiter geschätzt wird, zeigt der Erfolg unserer Nachrichtenangebote", so Frey. ire


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