Sky Q

Wie Sky das Fernsehen attraktiver machen will

Sky-CEO Carsten Schmidt
Medientage München
Sky-CEO Carsten Schmidt
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Alles neu macht der Mai. Sky launcht die neue Plattform Sky Q, mit der das Fernseherlebnis deutlich verbessert werden soll. Ultra HD, eine Restart-Funktion und eine übersichtlichere Angebotsstruktur sollen Sky "einfacher, schneller, besser und schöner" machen. In Großbritannien und Italien ist die Plattform bereits gelauncht. "Wir sind sehr froh, dass nun auch unsere Kunden in Deutschland und Österreich in den Genuss kommen", sagt Carsten Schmidt, CEO von Sky Deutschland.

Der Launch ist Teil einer Kundenoffensive, die Schmidt bereits im Januar angekündigt hat. Angesichts der Konkurrenz im Pay-Bereich durch Netflix, Amazon und Co steht Sky mehr denn je unter Druck, sich als Innovationsführer mit ausdifferenziertem Angebot zu positionieren. Sky stellt laut dem Unternehmen "konsequent die Wünsche der Zuschauer in den Mittelpunkt".


Bei Sky Q bedeutet das gebündeltes Live- und On-Demand-Fernsehen auf einer Plattform mit einer nutzerfreundlicheren Oberfläche, die einen einfachen und schnellen Zugang zu persönlichen Empfehlungen und neuen Funktionen bietet. Sky Q kann auf bis zu drei Fernsehern und zwei mobilen Geräten zeitgleich gesehen werden. Die Kunden, die bereits einen Sky+ Pro Receiver haben, erhalten Sky Q via Upgrade und ohne zusätzliche Kosten. Kunden ohne diesen Reveiver und Neukunden können Sky Q ab Mai kaufen.

Zu den neuen Funktionen zählt zum Beispiel die Möglichkeit, das Programm auf jedem Gerät genau an der Stelle weiterzusehen, wo der Kunde aufgehört hat. Wenn er zum Beispiel im Zug mobil eine Serienfolge begonnen hat, kann er sie zuhause auf dem Fernseher beenden. Außerdem neu: Die Funktion Restart. Dabei können laufende Sendungen von vorn gestartet werden. Serienstaffeln können zudem on Demand gesehen werden, die Folgen starten automatisch nacheinander.

Nach dem Launch von Sky Q plant das Unternehmen, das Ende 2017 rund 5,2 Millionen Abonnenten zählte, für den Sommer die Einführung weiterer Innovationen. Dazu gehört der Launch der Sky Soundbox, der Multiroom-IP-Box Sky Q Mini und die Einführung von Voice Control. Außerdem will Sky den Wettbewerber Netflix integrieren.

Sky hat zudem Hand an die Paketstruktur gelegt und diese vereinfacht. Außerdem hat der Konzern, dessen Umsatz sich 2017 auf über 2 Milliarden Euro belief, alle Apps überarbeitet.

Ein weiterer großer Schritt wird die Einführung eines Kundenbindungsprogramms sein. In Italien hat Sky bereits ein solches Programm gestartet. Wie es konkret aussehen soll, ist noch nicht bekannt. Es könnte Dinge beinhalten, die sich mit Geld nicht kaufen lassen. pap



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