Schickler Media Index

Deutscher Werbemarkt wächst – dank Onlinewerbung

Digital belebt den Werbemarkt
© Fotolia
Digital belebt den Werbemarkt
Allen zwischenzeitlichen Problemen zum Trotz: In seiner Gesamtheit wächst der deutsche Werbemarkt auch 2017. Schickler prognostiziert im "Media Index", den die Unternehmensberatung exklusiv in HORIZONT vorlegt, ein Plus von 1,5 Prozent. Für 2018 geht die Unternehmensberatung von 3,3 Prozent Wachstum aus – erneut getrieben von Online.

Im Gegensatz zu anderen Marktstudien erhebt Schickler den Anspruch, alle Formen der kommerziellen Kommunikation zu erfassen, also nicht nur klassische Medien und digitale Werbung, sondern auch Messen, Sponsoring und Direktmarketing. "2017 wird nach einem starken 2016 eher ein schwaches Werbejahr", sagt Alexander Kahlmann, Partner bei Schickler. Das Volumen beläuft sich in diesem Jahr auf voraussichtlich rund 44,8 Milliarden Euro und soll bis 2018 auf 46,3 Milliarden ansteigen.



Entwicklung des digitalen Werbemarktes in Deutschland

Quelle: Schickler
Die Treiber der positiven Entwicklung sind 2017 unverändert Onlinewerbung inklusive Suchmaschinenmarketing, Social Media, Classifieds und Content Marketing. Das Plus liegt bei 7,4 Prozent, das Volumen beläuft sich auf 15,8 Milliarden Euro. Perspektivisch wird das Wachstum nur noch aus Digital kommen. Allerdings stagniert Werbung auf stationären Geräten, während sie auf mobilen Endgeräten stark wächst – 2017 um 40 Prozent. "Mobile ist richtig angekommen", sagt Data Scientist Janko Binnewies.

Entwicklung des Offline-Werbemarktes in Deutschland

Quelle: Schickler
Damit bleibt Online weiter vor den klassischen Medien, die es 2016 überrundet hat. Der Umsatz in der Klassik geht um 0,7 Prozent auf 15,2 Milliarden Euro zurück. In der Tendenz bestätigen sich dort die Trends der Vorjahre: Während Radio, TV und Digital Out-of-Home dazugewinnen, verlieren die Printmedien. Überraschend hoch ist jedoch das Plus von 3,1 Prozent, das Schickler dieses Jahr für TV prognostiziert.


Entwicklung der Gesamt-Werbespendings in Deutschland

Quelle: Schickler

Die Gattung war zuletzt schlechter gelaufen als erwartet, sodass der Verband Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT) die Wachstumserwartungen im Oktober auf 1,1 Prozent herunterkorrigiert hatte. Kahlmann räumt ein, dass die Schickler-Schätzung recht optimistisch ist und verweist darauf, dass es dauerhaft keine Anzeichen für einen Einbruch bei Fernsehwerbung gibt.

Noch tiefer ins Thema einsteigen?

Dann lesen Sie die konkrete Prognose über alle Bereiche hinweg aus der aktuellen HORIZONT-Ausgabe gleich auf Ihrem Tablet oder Smartphone (Android und iOS). HORIZONT-Abonnenten können die E-Paper-Ausgaben kostenlos auch auf Ihrem PC/Mac abrufen. Nicht-Abonnenten können hier ein HORIZONT-Abo abschließen.


stats