Satire-Tweet

Titanic schockt Medien mit Satire-Tweet zu Unions-Aus - und das Netz flippt aus

Die "Bild" fiel auf den Scherz rein
© Twitter
Die "Bild" fiel auf den Scherz rein
Ein Tweet des Satiremagazins Titanic hat am Mittag zahlreiche Medien in Aufregung versetzt. Titanic-Redakteur Moritz Hürtgen hatte in einem Tweet, dessen Aussehen an den Hessischen Rundfunk erinnerte, das Aus für das Unionsbündnis von CDU und CSU verkündet. Mehrere Medien fielen auf die Aktion herein, sogar der Dax rutsche kurzzeitig ab. 
Der Tweet verkündete, dass in Hessen "eine Politbombe" geplatzt sei. Innenminister Horst Seehofer habe laut einer internen Mail das Unionsbündnis mit der CDU aufgekündigt. Dazu wurde der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier mit den Worten zitiert, man müsse sich "jetzt darauf vorbereiten, schon bei der nächsten Bundestagswahl mit einer neuen Bayern-CDU anzutreten". Außerdem wurde für 15 Uhr eine Pressekonferenz angekündigt.


Der Tweet wurde scheinbar vom Hessischen Rundfunk abgesetzt - hinter dem Account "HR Tagesgeschehen" steckt allerdings Titanic-Redakteur 
Moritz Hürtgen.

Trotzdem übernahmen zahlreiche Medien die Meldung - unter anderem Bild, Focus Online, N-TV und die Nachrichtenagentur Reuters verbreiteten die Nachricht als Breaking News weiter. Hürtgen löste die Aktion zwar nach etwa einer halben Stunde mit einem weiteren Tweet auf, in dem der Account "HR Tagesgeschehen" "allen politikinteressierten Bürgern eine TITANIC-Goldmitgliedschaft" empfahl. Allerdings hatte die Nachricht da bereits die Runde gemacht. Sogar der Dax sackte kurzzeitig um ein halbes Prozent ab, da Reuters von vielen Börsenhändlern gennutzt wird. 


Die Reaktionen in den sozialen Medien schwanken zwischen Schadenfreude und Unverständnis.

 
 
 
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