Restrukurierung

Pro Sieben Sat 1 Media baut 141 Stellen im Bereich Entertainment ab

Die Zentrale von Pro Sieben Sat 1 in Unterföhring
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Die Zentrale von Pro Sieben Sat 1 in Unterföhring
Die Restrukturierung bei Pro Sieben Sat 1 Media läuft für die Belegschaft offensichtlich glimpflicher ab als vielfach erwartet. So werden im Zuge der Umsetzung der Drei-Säulen-Strategie bei dem TV-Konzern 141 Arbeitsplätze abgebaut. Pro Sieben Sat 1 bestätigte einen entsprechenden Bericht von DWDL.de. 
Pro Sieben Sat 1 hatte Ende vergangenen Jahres eine neue Struktur angekündigt, die seit Anfang 2018 umgesetzt wird. Das Geschäft ist seitdem in die drei Bereiche Entertainment, Content Production und Global Sales aufgeteilt. Im Bereich Entertainment wird das klassische TV-Geschäft mit der bisherigen Digital-Entertainment-Sparte zusammengelegt. Unter anderem dadurch sollen bis 2019/2020 über 50 Millionen Euro eingespart werden. Dass die Restrukturierungen auch mit einem Stellenabbau verbunden sein würde, war klar - nun ist auch bekannt, wie viele Arbeitsplätze betroffen sind.

Nach Informationen von DWDL.de werden 141 Stellen gestrichen - vor allem im Bereich Entertainment. Pro Sieben Sieben Sat 1 Media bestätigte die Zahl auf Nachfrage. Dabei sollen die Arbeitsplätze nach Möglichkeit auf freiwilliger Basis abgebaut werden. Damit sind weniger als fünf Prozent der Stellen im Bereich Entertainment betroffen. Laut DWDL.de standen in den vergangenen Monaten insgesamt 3000 Stellen auf dem Prüfstand. 

Mit der Reorganisation reagiere Pro Sieben Sat 1 "sowohl auf interne als auch externe Herausforderungen", teilt das Unternehmen mit: "Durch das starke Wachstum der vergangenen Jahre sind Doppelstrukturen und Ineffizienzen entstanden, die Konkurrenz durch digitale Wettbewerber verstärkt sich, gleichzeitig verändern sich Mediennutzungsverhalten und die Anforderungen im Werbemarkt. Im Fokus dabei stehen Komplexitätsreduktionen, Prozessverbesserungen sowie eine engere Verzahnung vom klassischen und digitalen Entertainment-Geschäft." 

Die neue Struktur mit den drei Bereichen Entertainment, Content Production und Global Sales wurde noch unter dem ehemaligen Vorstandschef Thomas Ebeling entwickelt, der den TV-Konzern wegen unglücklicher Äußerungen über die Zuschauer und dem schwächelnden Kerngeschäft vorzeitig verlassen musste. Umsetzen muss das Restukturierungsprogramm nun der seit Juni amtierende neue Vorstandschef Max Conze, zuvor Chef des britischen Technologiekonzerns Dyson. dh


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