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Brigitte ist erster deutscher Medienpartner der neuen Pincodes

Brigittes Pincode zu Ostern
© Brigitte
Brigittes Pincode zu Ostern
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Das Foto-Netzwerk Pinterest bietet Unternehmen und Verlagen die Möglichkeit, Kunden und Leser aus den analogen Markenwelten auf ihre Pinterest-Seiten zu lotsen – um von dort aus E-Commerce und den Traffic auf den eigenen Websites zu befeuern. Warum dieser Umweg?

Pincodes heißt die Offerte, die in Deutschland ab dieser Woche als Erste der Wohnaccessoire-Anbieter Urbanara, die Lebensmittelmarke Maggi und das Frauenmagazin Brigitte anwenden.

Der G+J-Titel nutzt das Tool, um seinen Leserinnen bei Themen wie Kochen, Mode, Beauty, Selbermachen und Reise zusätzliche Inhalte auf speziell kuratierten Pinterest-Seiten zu bieten. Das funktioniert nach dem Barcode-Prinzip: An passenden Stellen im Heft sind jene runden Symbole abgedruckt – wer sie mit der Pinterest-App via Handy scannt, gelangt direkt auf die jeweiligen virtuellen Brigitte-Pinnwände mit noch mehr Rezepten, Styling- oder Basteltipps. Marken dagegen können die Pincodes in der Werbung, auf Packungen oder am PoS einsetzen.

© Brigitte
Doch warum lockt Brigitte von Print nicht auf Brigitte.de, sondern stattdessen auf Pinterest? Weil sich dessen Nutzer aus den Ideen der Medien und Marken eigene Pinnwände zusammenstellen und diese mit Freunden teilen können – auf diese Weise entsteht ein viraler Effekt, der Brigitte.de am Ende mehr Visits zuführt. Der Umweg dürfte sich also lohnen. Zumal Pinterest wie eine visuelle Suchmaschine funktioniert, die einmal erstellte langlebige Inhalte (etwa Rezepte) immer wieder zutage fördert – anders als etwa bei Facebook, das Postings nach kurzer Zeit im Timeline-Nirwana verschwinden lässt.

Auch deshalb ist Pinterest für Brigitte.de nach den Direktzugriffen und Google der drittgrößte Traffic-Bringer und wichtiger als Facebook: Weit über eine Million der 16,8 Millionen Visits auf Brigitte.de im Februar kamen von Pinterest. Insofern ist dessen neues Tool für Medien auch vor dem Hintergrund der Herabstufung ihrer Inhalte im Facebook-Algorithmus interessant: Pinterest bringt sich damit verstärkt als Alternative für Medien ins Spiel, die Service- und Inspirationsinhalte bieten. Daneben hofft zumindest das Brigitte-Team darauf, dass Pinterest professionellen Inhaltsanbietern künftig auch in Deutschland eigene Vermarktungsmöglichkeiten auf ihren Pinnwänden und Profilen bietet. Aktuelle Zahlen zur Pinterest-Nutzung lesen Abonnenten in der HORIZONT-Ausgabe 11/2018 vom 15. März. rp




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