Pay-VoD in Deutschland Amazon Prime Video ist deutlicher Marktführer

Freitag, 01. Dezember 2017
Amazon Prime Video ist bei den Nutzern extrem beliebt
Amazon Prime Video ist bei den Nutzern extrem beliebt
© Amazon

Gute Nachrichten für Betreiber kostenpflichtiger Video-on-Demand-Plattformen: Die Nachfrage nach Angeboten wie Amazon Prime Video, Netflix, Maxdome oder Sky Ticket wächst hierzulande weiter. Zu diesem Ergebnis kommt die Beratungsgesellschaft Goldmedia in ihrem Report "VoD-Ratings", der auf einer rollierenden Online-Befragung mit bis zu 65.000 Befragten pro Jahr basiert. An der Spitze zieht ein Anbieter recht unangefochten seine Kreise.
Laut der Analyse ist Amazon Prime Video mit einem Marktanteil von 30,4 Prozent der klare Marktführer. An Nummer zwei rangiert Netflix mit 21,4 Prozent gefolgt von Sky Go und Sky Ticket mit zusammen 15,3 Prozent sowie Maxdome mit 8,6 Prozent. Insgesamt konnten die Pay-VoD-Anbieter die Anzahl ihrer zahlenden Abonnenten um 10 Prozentpunkte steigern. Goldmedia führt dies auf "starke Inhalte und begleitende Marketing-Aktionen" zurück. Stichwort Inhalte: Besonders punkten können die Anbieter mit Eigenproduktionen, so genannten Originals. Hierbei sticht besonders Warner Bros. hervor. Die Firma ist mit einem Marktanteil nach Zuschauern von 5,1 Prozent erfolgreichster Produzent im deutschen Pay-VoD, gefolgt von 20th Century Fox mit 2,2 Prozent.

Besonders gut funktionieren allerdings die Originale von Netflix und Amazon. Im 3. Quartal 2017 stellte Amazon mit "Lucifer" laut Goldmedia das meistgesehene Format. Mit "Preacher" (Platz 6) und "Kevin Can Wait" (Platz 8) bringt die Plattform zwei weitere Originals in den Top Ten unter. Von den Netflix-Eigenproduktionen schaffen es "Orange is the New Black" (Platz 2), "House of Cards" (Platz 4), "Tote Mädchen lügen nicht" (Platz 5) und "Narcos" (Platz 10) in die Liste der zehn Formate mit den meisten Zuschauerzahlen.
Netflix ist in Deutschland an den Start gegangen
© Unternehmen

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Im 4. Quartal 2017 könnte die Reihenfolge allerdings noch einmal ganz schön durcheinandergewirbelt werden. Denn mit "Babylon Berlin" (Sky) und "Dark" (Netflix) fließen zwei vielversprechende deutsche Eigenproduktionen in das Ranking ein.

Vor Kurzem hatte der Verband Privater Rundfunk und Telemedien VPRT prognostiziert, dass die Umsätze mit Paid Video-on-Demand in diesem Jahr hierzulande um satte 26 Prozent auf 691 Millionen Euro wachsen werden. Eine Studie von Deloitte legte allerdings jüngst nahe, dass der Pay-VoD-Markt gerade bei jüngeren Nutzern auch schnell an seine Grenzen stoßen könnte. ire
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