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Adblocker-Rate auf mobilen Geräten steigt

Die Adblocker-Rate steigt auch bei der mobilen Nutzung
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Die Adblocker-Rate steigt auch bei der mobilen Nutzung
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Während die Adblocker-Rate auf dem Desktop in den vergangenen Monaten relativ konstant geblieben ist, steigt der Anteil geblockter Werbung auf mobilen Endgeräten an. Das geht aus Erhebungen des Berliner Start-ups Contentpass hervor. Hauptgrund sind offensichtlich neue Browserversionen mit integriertem Trackingschutz. 
Laut den Daten von Contentpass hat sich die Adblocker-Rate auf mobilen Geräten in den vergangenen Wochen verdreifacht: "Hatten wir im Oktober noch durchschnittlich 1,8 Prozent Ad Blocking auf Android-Geräten, sehen wir Ende November bereits 6,3 Prozent", sagt Contentpass-Gründer Dirk Freytag.


So sei die Rate vor allem nach der Veröffentlichung des Android-Browsers "Samsung Internet v6.2" Ende Oktober sprunghaft angestiegen. Der Browser ermöglicht Nutzern relativ einfach, Trackingfunktionen und Werbung zu unterdrücken. In den Standardeinstellungen wird Werbung aber weiterhin zugelassen. Auch Google hat angekündigt, Anfang 2018 in den weit verbreiteten Browser Chrome entsprechende Funtkionen in integrieren. 

Durch  die Ende Mai 2018 in Kraft tretende Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) sowie die in Abstimmung befindliche E-Privacy-Verordnung müssen Nutzer der Speicherung personenbezogener Daten außerdem künftig zustimmen - dazu gehören unter anderem auch Cookies. Die Unterdrückung von Trackingfunktionen wird damit künftig zum Standard. 


"Da sich die Zukunft vieler Angebote auf mobilen Geräten abspielen wird, kann das nur bedeuten, dass nachhaltige Lösungen entwickelt werden müssen, die den Willen der Konsumenten berücksichtigen," mahnt Freytag. dh
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