Olympische Winterspiele 2018

Deutsche Medaillengewinner wachsen vor allem auf Instagram

Das offizielle Instagram-Profil von Laura Dahlmeier
© Screenhsot instagram.com/laura_dahlmeier
Das offizielle Instagram-Profil von Laura Dahlmeier
Pyeongchang 2018 ist Geschichte - und das deutsche Olympia-Team hat die Spiele auf einem hervorragenden zweiten Platz im Medaillenspiegel abgeschlossen. Und dann gibt es da noch die Social-Media-Bilanz. Und die zeigt: Die Wintersportler Laura Dahlmeier, Andreas Wellinger und Simon Schempp haben durch ihre Medaillengewinne tausende Fans in den sozialen Netzwerken hinzugewonnen.
Schon kurz nach Beginn der Spiele hatte das auf Social Media Monitoring spezialisierte Unternehmen Vico Research & Consulting die Fan- und Followerzahlen der deutschen Teilnehmer der Olympischen Winterspiele 2018 auf Facebook und Instagram analysiert. Damals hatte sich Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier mit 178.000 Facebook-Fans und 106.000 Abonnenten auf Instagram als absolute Follower-Queen herausgestellt. Den zweiten Platz auf Facebook hatte sich der Skispringer Andreas Wellinger mit rund 121.000 Fans gesichert, auf Instagram lag der Goldmedaillengewinner von der Normalschanze mit 124.000 Followern sogar ganz vorn.

Ein Blick auf die Fanzahlen nach den Spielen zeigt: Beide Top-Athleten konnten ihre Fan-Zahlen während der Spiele durch ihre Erfolge ausbauen - allerdings war das Wachstum auf Instagram deutlich stärker (Stand: 26.2.). Dahlmeier bringt es inzwischen auf 182.000 Facebook-Fans (+ 4.000) und 122.000 Follower auf Instagram (+ 14.000). Das gleiche Bild bei Wellinger: Er gewann auf Facebook 4.800 Fans hinzu und bringt es jetzt auf 125.800 Facebook-Anhänger, bei Instagram abonnierten gleich 25.000 Nutzer Wellinger neu. Er hat auf der Plattform nun 149.000 Follower.
Die Top 3 der deutschen Winter-Olympioniken wurde kurz nach Start der Spiele von Biathlet Simon Schempp komplettiert. Seine Fanzahlen am 13. Februar: 89.000 auf Facebook, 63.000 auf Instagram. Nun, nachdem der 29-Jährige in Pyeongchang einmal Silber und einmal Bronze gewinnen konnte, verzeichnet er knapp 90.000 Facebook- und 69.800 Instagram-Fans. Wie sehr das Fanwachstum im Social Web von Erfolgen und damit von medialer Aufmerksamkeit abhängig ist, zeigt das Beispiel Felix Neureuther. Der Top-Skirennfahrer, der auf Facebook die meisten Fans aller deutschen Olympioniken hat, in Pyeongchang aber wegen eines Kreuzbandrisses fehlte, hat die Zahl seiner Facebook-Fans seit dem 13. Februar (rund 637.000) kaum verändert.
Fanzahlen in sozialen Netzwerken sind für Atheten ein handfestes Argument gegenüber Sponsoren. Besonders Vertreter von Rand- oder Nischensportarten können durch einen Olympiasieg deshalb gleich doppelt mit guten Argumenten in die Verhandlungen mit potenziellen Geldgebern gehen. Ein gutes Beispiel hierfür ist das Eiskunstlauf-Paar Aljona Savchenko und Bruno Massot, die ihre Fangemeinden auf Instagram massiv ausbauen konnten. Savchenko brachte es vor den Spielen auf rund 22.000 Fans, mittlerweile hat sie auf der Plattform etwas mehr als 40.000 Abonnenten. Ihr Partner Massot legte sogar um knapp 15.000 Fans zu und liegt aktuell bei rund 20.300 Instagram-Followern. ire


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