Olympia-Bilanz

Die ersten Olympischen Spiele bei Discovery in Zahlen

Das Eurosport Studio im International Broadcasting Center in Pyeongchang
© Discovery Communications
Das Eurosport Studio im International Broadcasting Center in Pyeongchang
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ARD und ZDF haben sich bereits als die Olympiasender in Deutschland gefeiert - ein deutliches Signal in Richtung Eurosport. Nun hat auch dessen Betreiber Discovery seine Olympia-Bilanz gezogen. Als Konter gegen die Öffentlich-Rechtlichen ist die aber nicht geeignet.
Denn Discovery gibt seine Reichweitenzahlen nur auf pan-europäischer Ebene bekannt - und auch nur in Verbindung mit Partner-Sendern. Gesamtzahlen für einzelne Märkte werden hingegen nicht ausgewiesen. Dafür hatte Discovery in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) ein eigenes Modell zur crossmedialen Reichweitenmessung entwickelt.

So bleibt unklar, inwieweit Eurosport hierzulande ARD ud ZDF Paroli bieten konnte. Im linearen Bereich - so viel lässt sich sagen - waren die öffentlich-rechtlichen Sender aber deutlich beliebter. Die erfolgreichste Eurosport-Sendung war Rennrodeln am 11. Februar mit insgesamt 690.000 Zuschauern, es folgen Skispringen (16.2.; 560.000) und das Eishockey-Finale der Männer mit 480.000 Zuschauern. Zum Vergleich: Den Biathlon-Wettbewerb der Herren am 11. Februar sahen bei der ARD 7,46 Millionen Zuschauer.

"Wir sind nicht mit dem Anspruch an das Projekt herangegangen, die absolut besten linearen TV-Marktanteile einzufahren", teilt ein Eurosport-Sprecher auf Anfrage mit. "Es war uns von Anfang an ein Anliegen, Kooperationen einzugehen, um so noch mehr Menschen über noch mehr Bildschirme zu erreichen. Das haben wir dank unserer Digital First-Strategie sowie der Partnerschaft mit ARD/ZDF geschafft." Mit der eigenen Berichterstattung habe man zudem "eine jüngere und breitere Zielgruppe erreicht und den Fans mehr Inhalte als je zuvor zur Verfügung gestellt. Diese Inhalte wurden sehr gut angenommen, mit der positiven Entwicklung auf unseren Digitalplattformen während der Olympischen Spiele sind wir sehr zufrieden."
„Wir sind nicht mit dem Anspruch an das Projekt herangegangen, die absolut besten linearen TV-Marktanteile einzufahren.“
Eurosport-Sprecher
Das gilt auch für den pan-europäischen Kontext: Mit der Berichterstattung auf Discovery-Plattformen und Partner-Sendern wurden 58 Prozent der Bevölkerung in den zehn wichtigsten Märkten erreicht. Die Zahl der Video Views auf Tablets, Smartphones und klassischen Bildschirmen betrug 4,5 Milliarden. Insgesamt zeigte Discovery 1,7 Milliarden Video-Stunden aus Pyeongchang.

Besondere Bedeutung für die Gruppe haben die digitalen Medien, hatte Discovery sich doch auf die Fahnen geschrieben, die digitalste Olympia-Übertragung aller Zeiten bieten zu wollen. Über Online, Social Media und die Eurosport App sind 76 Millionen Nutzer mit Olympia-Inhalten in Berühung gekommen. Allein auf die App und Eurosport.com griffen 15 Millionen Menschen zu. Hinzu kommen 8,1 Millionen Likes, Shares und Kommentare auf den digitalen und Social-Media-Plattformen.

Der Eurosport Player verzeichnete im Olympia-Monat Februar laut Discovery den erfolgreichsten Monat aller Zeiten. So seien die Views im Vergleich zum Vormonat um 166 Prozent gestiegen, die Zahl der durchschnittlichen täglichen User habe gegenüber dem Februar 2017 um 147 Prozent zugelegt. Absolute Zahlen zur Nutzung des Eurosport Players teilt Discovery gleichwohl nicht mit. 

"Unsere ersten Olympischen Spiele haben unsere Erwartungen, was wir als Unternehmen erreichen können, übertroffen, besonders im Hinblick auf die Rekord-Zuschauerzahlen im Free- und Pay-TV, gepaart mit starken Werten in der Eurosport App, online sowie auf Social Media", so David Zaslav, CEO Discovery Communications. "Wir sind überzeigt, das Verhältnis zu unseren Fans weiter verstärkt zu haben und freuen uns, mit ihnen gemeinsam das gesamte Jahr über die größten Sportmomente zelebrieren zu dürfen." ire


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