Nach "Affenzirkus"-Aussage

Kicker entschuldigt sich bei Aubameyang

Abameyangs Post auf Instagram
© Screenshot Instagram
Abameyangs Post auf Instagram
Vor wenigen Tagen erst war H&M wegen Rassismus-Vorwürfen in einen Shitstorm geraten. Grund war ein selten dämliches Werbemotiv für ein Sweatshirt mit dem Aufdruck "Coolest Monkey in the Jungle", das ausgerechnet von einem dunkelhäutigen Jungen getragen wurde. Der Kicker muss sich nun mit ähnlichen Vorwürfen auseinandersetzen.
Stein des Anstoßes ist eine Aussage von Kicker-Chefreporter Karlheinz Wild. Dieser hatte am Freitag im "kicker.tv"-Talk die Auffassung vertreten, dass das Team von Borussia Dortmund das Verhalten von Stürmerstar Pierre-Emerick Aubameyang  intern regeln müsse und auf die Hierarchien beim FC Bayern München verwiesen. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass Aubameyang in München den gleichen Affenzirkus veranstalten könnte", sagte Wild in der Gesprächsrunde - und spielte damit auf die Verstöße an, die sich Aubameyang offenbar immer wieder leistet. 

Aubameyang, der am Samstag erneut einer Mannschaftsbesprechung ferngeblieben war und daraufhin für das Sonntagsspiel gegen den VfL Wolfsburg suspendiert wurde, war von der Wortwahl des Kicker-Chefreporters naturgemäß wenig angetan. Wie er via Instagram mitteilte, fühlte er sich vom Wort "Affenzirkus" beleidigt. "Ich denke, der Reporter hätte ein anderes Wort als 'Affenzirkus' wählen können", schrieb er - und bebilderte den Post mit einem Screenshot, der die Ergebnisliste der Google-Suche nach "Affenzirkus" zeigte.

Darauf regierte der kicker-Chefreporter am Sonntag mit einer "Klarstellung". "Es lag nie und nimmer in meiner Absicht, den Spieler und Menschen Aubameyang in irgendeiner Form zu beleidigen oder zu diskriminieren. Ich wollte mit dieser im deutschen Sprachgebrauch geläufigen und nicht negativ konnotierten Redewendung ausschließlich dessen Extravaganzen außerhalb des Fußballplatzes benennen", beteuert Wild. Unglücklich war die Aussage trotzdem. mas


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