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Snapchat will Werbung an Nutzerfotos anpassen

Wird Snapchat zur Geldmaschine?
© Colourbox / Snapchat / Montage: HORIZONT
Wird Snapchat zur Geldmaschine?
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Snapchat zeigt sich auf der Suche nach neuen Vermarktungsmodellen sehr erfinderisch: Berichten von US-Medien zufolge hat der App-Betreiber ein Konzept für ein Werbeformat entwickelt, das sich an den Fotos orientiert, die der Nutzer postet.
Wie Business Insider berichtet, hat Snapchat ein Patent für eine Applikation eingereicht, die Objekte in Fotos erkennen und entsprechende Filter anbieten kann. Das vom US-Patentamt veröffentlichte Dokument zeigt ein Beispiel: Nimmt man ein Foto des Empire State Building in New York auf, könnte Snapchat dem Nutzer vorschlagen, einen King Kong-Filter über das Foto zu legen, um die berühmte Filmszene nachzustellen.

Für Werbungtreibende wäre das natürlich ein Traum: Sie könnten künftig spezifische Objekte als Umfeld buchen - so wie man bei Google Adwords bestimmte Suchbegriffe belegen kann. In den Patent-Unterlagen taucht auch hierfür ein Szenario auf: Snapt jemand ein Foto aus einem Restaurant, könnte der Betreiber entsprechende Zusatzangebote machen, etwa für einen Rabatt auf ein weiteres Gericht. Bislang bietet Snapchat lediglich Geofilter an. Diese orientieren sich an dem Ort, an dem der Nutzer sich befindet. Unternehmen können diese Filter bereits gegen Geld buchen. Zudem können Werbungtreibende "Sponsored Lenses" nutzen. Dabei können die Nutzer ihre Fotos mit grafischen Elementen erweitern, die zu einem bestimmten Produkt passen. Das Format war bisher besonders bei Filmstudios beliebt: Die erste Sponsored-Lenses-Kampagne kam von Twentieth Century Fox und sollte den "Peanuts"-Film promoten. ire


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