MVG Premium

"Cosmo"-Chefredakteurin Kerstin Weng wechselt zu Modeportal Stylight

Das Stylight-Team um CEO Benjamin Günther (2. v. l.) und Neuzugang Kerstin Weng (Bild: Stylight)
© Stylight
Das Stylight-Team um CEO Benjamin Günther (2. v. l.) und Neuzugang Kerstin Weng (Bild: Stylight)
Themenseiten zu diesem Artikel:
Kerstin Weng sagt der "Cosmopolitan" Lebewohl: Die Chefredakteurin, die ihren Posten bei der Lifestyle-Zeitschrift von MVG Premium Anfang 2013 angetreten hatte, wechselt zu Beginn des kommenden Jahres zu dem Modeportal Stylight. Sie soll dort als Chefredakteurin das redaktionelle Konzept vorantreiben.
Ihren Wechsel erklärt die 32-Jährige mit ihrem Wunsch, verstärkt im Online-Bereich zu arbeiten: "Ich liebe Print, aber noch mehr liebe ich guten Journalismus und dessen Zukunft liegt für mich klar im Onlinebereich. Der Printmarkt ist in weiten Teilen gesättigt, die Sparmaßnahmen der Verlage sind ganz eindeutige Zeichen dafür", so Weng. Sie freue sich jetzt darauf, "als Modejournalistin zu meinen inhaltlichen Wurzeln zurückzukehren und meine Qualitäten in einem Onlineprodukt, für das ich brenne, einzubringen."


Kerstin Weng ist seit Februar 2013 Chefredakteurin der "Cosmopolitan"
Mehr zum Thema
"Cosmo"-Chefredakteurin Kerstin Weng

"Der Druck ist groß"

Wenn sich am kommenden Montag Kosmetikbranche, Werbekunden und Mediaagenturen beim „Prix de Beauté“ der „Cosmopolitan“ treffen, sollten sie auch auf Kerstin Weng anstoßen. Nicht nur, weil die Chefredakteurin des Frauentitels, der jahrelang das Flaggschiff der Münchner MVG war, in diesen Tagen ihr einjähriges Dienstjubiläum feiert, sondern weil sie in dieser Zeit auch eine recht ordentliche Bilanz vorlegt. Im Interview mit HORIZONT.NET spricht Weng über ihr Erfolgsrezept und den Druck im Zeitschriftenmarkt.

Dabei galt die "Cosmopolitan" unter Weng eigentlich als gutes Beispiel dafür, wie man der Printkrise trotzen kann: Im letzten Quartal des Vorjahres stieg die Auflage der Zeitschrift um 8 Prozent. Und auch im 3. Quartal 2014 verzeichnet der Titel mit 318.000 verkauften Exemplaren ein Plus von 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Ihre gute Bilanz erklärte Weng im Februar 2014 im HORIZONT-Interview folgendermaßen: "Die Leserinnen wissen genau, was sie bei 'Cosmo' erwartet: Journalismus ohne Tabus, unterhaltsame Geschichten, lebensnaher Service, kreative Produktionen." Wer bei "Cosmopolitan" auf Weng folgt, ist noch nicht bekannt.

Nun also Online. "Digitale Leser sind sehr anspruchsvoll im Hinblick auf den Neuigkeitsgehalt und man merkt im Onlinebereich fast simultan zur Veröffentlichung, ob sie bestimmte Inhalte annehmen und interessieren", so Weng. "Das ist toll, um das redaktionelle Angebot auf Stylight genau nach den Interessen der Nutzer zu entwickeln; erfordert aber genauso auch ein hohes Qualitätsmaß, da sich jeder einzelne Artikel beweisen muss." Ihr redaktionelles Konzept soll Weng gemeinsam mit einem 30-köpfigen Team aus Web- und App-Entwicklern, Social-Media-Experten, Kommunikationsmanagern sowie Designern und Moderedakteuren umsetzen. Wie genau das Konzept aussieht, will Stylight zum jetzigen Zeitpunkt nicht verraten.


Für das Münchner Unternehmen ist die Personalie jedenfalls ein echter Coup. Stylight wurde 2008 gegründet und verbindet die Suche nach Modeartikeln mit der Möglichkeit zum direkten Online-Einkauf. Nach redaktionellen Inhalten muss man auf der Seite derzeit ein wenig suchen. Mit Wengs Verpflichtungs dürfte sich dies allerdings ändern. "Wir haben die gleichen Vorstellungen von einer digitalen Medienmarke der nächsten Generation", so CEO Benjamin Günther über den Neuzugang. Gemeinsam mit Weng wolle man nun "ein in Deutschland bislang einzigartiges Konzept umsetzen", so Günther weiter. Anfang 2015 ist dann ein Relaunch der Website geplant. ire
stats