LeFloid

Youtube-Star reagiert auf Kritik am Merkel-Interview

LeFloid zeigt seinen Kritikern den Finger
© Screenshot Youtube / LeFloid
LeFloid zeigt seinen Kritikern den Finger
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Für sein Interview mit Bundeskanzlerin Angela Merkel musste Youtube-Star LeFloid viel Kritik einstecken - besonders aus der Ecke der etablierten Medien. Nun meldet sich der 27-Jährige erstmals seit dem Interview öffentlich zu Wort.
Auf seinem Youtube-Kanal nimmt LeFloid Stellung zum "Merkel-Stunt" und der Kritik an seiner Performance. Dabei ist deutlich zu spüren, dass die vielen negativen Stimmen nicht spurlos an dem Youtuber vorbeigegangen sind. So eröffnet er seine Stellungnahme mit den Worten: "Nachdem die klassischen etablierten Printmedien und Profi-Journalisten damit fertig waren, LeFloid in der Luft zu zerreißen, dachte sich LeFloid..." - anschließend verdrückt er ironisch ein paar Tränen, ehe der Zuschauer den ausgestreckten Mittelfinger des Merkel-Interviewers zu sehen bekommt.

An den folgenden Minuten zeigt sich einmal mehr das grundsätzliche Problem des Merkel-Interviews: Er konnte es offensichtlich nur falsch machen. So beklagt sich LeFloid darüber, dass bereits im Vorfeld gemutmaßt wurde, er werde nur Fragen wie "Xbox oder Playstation" stellen. Als das Interview dann gelaufen war, war die Kritik umso lauter: "Im Nachhinein wurde uns oder besser mir vorgworfen: Das Interview war trotzdem scheiße, denn LeFloid hat verdammte Axt nochmal keine mehrjährige Berufserfahrung, es war sein verficktes erste Interview ever - und das mit dem Endboss."
Dabei habe er nichts anderes gemacht, als von vornherein angekündigt: Er habe die Fragen der Community gestellt, die Kanzlerin habe die Fragen beantwortet - und das teilweise recht deutlich. "Aber offensichtlich sollte ich mich dann doch hinsetzen, einmal laut 'Penis' rufen, dafür sorgen, dass die Kanzlerin anfängt zu heulen und das Interview abgebrochen wird", ätzt LeFloid. Natürlich sei er "schweine-nervös" gewesen. "Aber was wollte ich? Ich wollte ihr eure Fragen stellen. Das habe ich gemacht. Dass danach nicht die Welt explodiert ist... oh... da muss ich wohl die ganzen heftigen und weltverändernden Enthüllungen über Merkel in der letzten Zeit durch echte Journalisten verpasst haben", schickt er eine Spitze in Richtung der Berufs-Journalisten hinterher. Vielmehr sieht LeFloid sein Anliegen, mit jungen Menschen in Kontakt zu treten, die sich eigentlich nicht für politische Themen interessierten, als erfüllt an. Die Resonanz auf das Interview, abgesehen von der medialen Aufregung, gibt ihm durchaus Recht. Bis heute hat das Video-Interview mit der Kanzlerin mehr als 3,2 Millionen Youtube-Klicks erzielt. ire




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