Kontextbezogene Informationen Facebook testet weiteres Anti-Filterblasen-Feature

Freitag, 06. Oktober 2017
An die zusätzlichen Informationen gelangen Nutzer über einen kleinen Info-Button
An die zusätzlichen Informationen gelangen Nutzer über einen kleinen Info-Button
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Facebook Sara Su Jeff Smith Fake News


Schon vor einigen Monaten hat Facebook testweise damit begonnen, Links zu Nachrichten-Artikeln mit zusätzlichen Informationen anzureichern. Das soll Nutzern dabei helfen, Informationen, die ihnen auf Facebook begegnen, besser einordnen zu können. Nun testet das soziale Netzwerk ein neues Feature, über das Nutzer kontextbezogene Inhalte noch einfacher abrufen können.
Unter Artikeln, die auf Facebook geteilt werdem, wird dabei ein zusätzlicher Button mit einem kleinen i angezeigt. Klickt man darauf, öffnet sich ein kleines Fenster mit weiteren Informationen zum Thema des Artikels. Dabei kann es sich laut Facebook zum Beispiel um Wikipedia-Einträge, ähnliche Artikel oder Informationen darüber handeln, wie oft und wo der Artikel besonders häufig geteilt wurde. 
"Den Menschen Zugang zu diesen wichtigen zusätzlichen Informationen zu bieten kann ihnen dabei helfen zu verstehen, ob es sich um eine vertrauenswürdige Quelle handelt und ob die Geschichte überhaupt glaubwürdig ist", heißt es in einem offiziellen Facebook-Blogpost. Unklar bleibt allerdings, wie die zusätzlichen Informationen zu einem Publisher oder einer Quelle ausgewählt werden. Der Test, der zunächst nur auf die USA beschränkt ist, stehe allerdings erst am Anfang, schreiben die Facebook-Manager Andrew Anker, Sara Su und Jeff Smith im Blogpost. Demnach basiert das Feature auf Feedback von Nutzern sowie Publishern, die an Facebooks Journalism Project teilnehmen.  Das neue Feature soll offensichtlich ein weiterer Beleg dafür sein, dass Facebook seine Verantwortung im Kampf gegen Fake News und Filterblasen ernst nimmt. Dass auf der Plattform zu viele Falschnachrichten geteilt werden und die Nutzer nur die Informationen bekommen, die sie in ihrer ohnehin bestehenden Meinung bestärkt, sind häufig geäußerte Kritikpunkte. Bereits im Frühling hat Facebook deswegen erste Tests gestartet, um Filterblasen aufzustechen.

Was sowohl der vergangene als auch der neue Test gemeinsam haben: Der Nutzer muss, um an die zusätzlichen Informationen zu einem Artikel zu gelangen, Facebook nicht verlassen. Das ist essentiell für das Unternehmen. Würde man nämlich externe Links anbieten, würde sich das vermutlich negativ auf die Verweildauer auswirken - was wiederum schlecht wäre für die Werbevermarktung. ire
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