Klambt-Geschäftsführer Kai Rose

"Sind Sie der Vater der Fake News, Herr Rose?"

Klambt-Geschäftsführer Kai Rose
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Klambt-Geschäftsführer Kai Rose
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Kai Rose verlegt mit seiner Mediengruppe Klambt nicht nur zahlreiche TV-Zeitschriften. Vor allem Blätter wie "7 Tage" oder "Woche der Frau" mit ihrem Klatsch und Tratsch über die Reichen und Royalen sollen die Leserinnen ködern - häufig mehr mit heißer Luft als heißen News. Im Video-Interview mit HORIZONT Online und turi2.tv verteidigt Rose diesen Kurs: "Das sind Träumereien, das sind Geschichten und das weiß die Leserschaft."
Vielmehr würden die Leserinnen die Geschichten im Bereich der Daily Soap verorten und nicht jede Story hundertprozentig ernst nehmen, ist Rose sicher. Von Fake News könne daher auch keine Rede sein. Zumal es auch bei Klambt nicht jede Geschichte ins Heft schafft: "Wir haben ganz klare Grenzen, die geben wir auch unseren Chefredaktionen vor", erklärt Rose. Dabei stimme man sich eng mit der Rechtsabteilung ab, um keinerlei "persönliche Verletzungen" herbeizuführen, die in kostspielige Rechtsstreitigkeiten münden.
Rose betont allerdings auch: Die bunten Geschichten seien nur ein Teil Portfolios der Mediengruppe, die in diesem Jahr ihren 175. Geburtstag feiert. Man habe auch Titel aus dem Bereich Food und Riesen, die Unterhaltung gehöre hier einfach dazu.

Das Problem mit den Regenbogen-Titeln: Sie altern mit ihrer Leserschaft, und sind daher kaum digital transformierbar. Um auch im Netz zu reüssieren, setzt Rose vielmehr auf Marken wie die kürzlich von Gruner + Jahr übernommene Grazia. Bereits jetzt erreicht Klambt Rose zufolge monatlich 5 Millionen Frauen online. ire


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