Jugendmagazin

Gruner + Jahr will Neon zum "erfolgreichsten Portal für Millenials" machen

Das Neon-Digitalressort um Ressortleiterin Lea Kosch (l.)
© Tanja Hirner
Das Neon-Digitalressort um Ressortleiterin Lea Kosch (l.)
Besser spät als nie: Gruner + Jahr will die bislang stiefmütterlich behandelte Website des Jugendmagazins Neon massiv ausbauen. Unter dem Dach von Stern Digital wird ein eigenes Ressort geschaffen, die Redaktion erweitert und in Technik und Marketing investiert. 
Lange Zeit war die Digitalpräsenz von Neon kaum mehr als ein Vertriebskanal - bis heute hat das Magazin noch nicht einmal eine eigene Domain, sondern ist Teil von Stern.de. Auch redaktionell wurde die Website jahrelang kaum gepflegt, sondern diente zunächst nur als Anlaufstelle für die damals schnell wachsende Community des Magazins. Nun soll Neon im Netz neu durchstarten. 


Dafür wird unter dem Dach von Stern Digital ein neues Ressort gegründet. Die Ressortleitung übernimmt Lea Kosch. Die 28-Jährige kommt von der Huffington Post, wo sie bis Ende 2017 das Lifestyle-Team leitete. Außerdem spendiert der Stern dem Digitalauftritt von Neon ein neues Design.

"Alles auf Neon! Wir wollen Neon zum erfolgreichsten Portal für Millennials machen", kündigt Stern-Digital-Chefredakteurin Anna-Beeke Gretemeier an: "Klingt ambitioniert, aber wir glauben an die Kraft unserer Inhalte und die Stärke der Marke Neon. Ich freue mich, ein hochmotiviertes, kreatives Team um mich zu wissen, das für Neon brennt; das weiß, was die Leser bewegt. Tolle Voraussetzung, um unser Ziel zu erreichen." 


Zuletzt hat sich die Reichweite von Neon im Netz positiv entwickelt. Laut Verlag erzielte Neon im Januar mehr als fünf Millionen Visits - genaue Zahlen lassen sich nicht ermitteln, da die Website von Neon Teil von Stern.de ist. "Das enorme digitale Reichweitenwachstum von Neon innerhalb der letzten Monate zeigt uns, wieviel Potenzial in einem systematischen Ausbau steckt und dass es sich lohnt, weiter zu investieren", erklärt 
Carina Laudage, Magaging Director von Stern Digital. "Wir bieten Usern auf dem deutschen Markt einzigartige Inhalte und Vermarktungskunden die Möglichkeit, eine attraktive Zielgruppe zu erreichen." 

Die seit Oktober 2017 amtierende Neon-Chefredakteurin Ruth Fend ergänzt: "Neon-Leser fühlen sich im Netz zuhause, und sie lieben Print. Zusammen bieten wir ihnen in beiden Welten eine gemeinsame Heimat. Und wir stärken uns gegenseitig: Neon Digital profitiert von dem klaren Profil und der Bekanntheit des Hefts. Der digitale Ausbau erhöht die Sichtbarkeit und Relevanz der Marke, was wiederum dem Magazin zugutekommt." 

Das einst gefeierte Lebensgefühlmagazin für junge Menschen irgendwo zwischen Abitur und Berufseinstieg hat in den vergangenen Jahren einen massiven Auflagenschwund erlebt. Im 4. Quartal 2017 lag die verkaufte Auflage noch bei rund 61.000 Exemplaren. Zu den besten Zeiten verkaufte das Magazin über 230.000 Exemplare. Nun sucht Neon sein Heil dort, wo die Zielgruppe längst unterwegs ist: Im Netz. dh
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