Jahresbilanz

Ströer bestätigt Ergebnis und hebt Dividende an

Ströer-Chef Udo Müller
Ströer
Ströer-Chef Udo Müller
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Der Werbe- und Medienkonzern Ströer will die Dividende nach dem Gewinnsprung im vergangenen Jahr deutlich anheben. Die Ausschüttung je Aktie soll um 18 Prozent auf 1,30 Euro steigen. Das Unternehmen hatte im vergangenen Jahr mit 99 Millionen Euro rund die Hälfte mehr Gewinn gemacht. Neben den digitalen Geschäftsfeldern wuchs auch das klassische Geschäft mit Außenwerbung deutlich. 
Mit der Bekanntgabe der Dividende bestätigte Ströer am Dienstag auch die vor einem Monat vorgelegten vorläufigen Zahlen für 2017. Demnach stieg der Umsatz um 18 Prozent auf 1,33 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (operatives Ebitda) legte um 17 Prozent auf 331 Millionen Euro zu. 

Besonders deutlich wuchs im vergangenen Jahr das Segment Ströer Digital. Durch Zukäufe - Ströer hatte im vergangenen Jahr unter anderem die Call-Center-Betreiber DV-COM und Avedo übernommen - kletterte der Umsatz des Geschäftsfelds um 38 Prozent auf 710,2 Millionen Euro.

Sehr positiv entwickelte sich aber auch das klassische Geschäft mit Außenwerbung. Durch die insgesamt gute Entwicklung der Mediengattung sowie den Ausbau des Geschäfts mit regionalen Werbekunden kletterte der Umsatz mit Out-of-Home-Werbung in Deutschland um 7,5 Prozent auf 501,2 Millionen Euro. Das Segment Out-of-Home International verzeichnete wegen der schwierigen Marktsituation in der Türkei dagegen einen Umsatzrückgang um rund 16 Prozent auf 114,2 Millionen Euro. 

Im laufenden Jahr will das im MDax notierte Unternehmen die Erlöse auf rund 1,6 Milliarden Euro steigern. Das Ebitda soll aufgrund neuer Rechnungslegungsstandards auf etwa 535 Millionen Euro steigen. Nach bisheriger Rechnungslegung entspricht dies einem Anstieg von 331 auf 375 Millionen Euro. dpa/dh

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