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Phoenix gönnt sich neue Optik

Das neue Logo von Phoenix
© Phoenix
Das neue Logo von Phoenix
Petrol ist von Montag an die Erkennungsfarbe des gemeinsamen Ereignis- und Dokumentationskanals von ARD und ZDF. Als Logo dient jetzt eine Linse. Der Slogan bleibt der alte. "Phoenix – das ganze Bild" hat auch 21 Jahre nach Gründung des Senders nicht ausgedient. Den Bildschirm haben die Macher allerdings aufgeräumt, die Webseite ebenfalls. Die eigenproduzierten Sendungen haben profiliertere Titel verpasst bekommen. Das veränderte Erscheinungsbild wird von einer Plakatkampagne begleitet. 

Farbpsychologisch steht Blau für Seriosität. Wenn sich das Blau aber von der "Tagesschau" bis zum Fernsehsender Welt nur in Nuancen unterscheidet, gilt es sich abzugrenzen. So jedenfalls beschlossen es die Macher von Phoenix. Daher gibt sich der je zur Hälfte von ARD und ZDF getragene Ereignis- und Dokumentationskanal vom 4. Juni an ganz in Petrol, ergänzt durch Gelb als Ergänzungsfarbe für Programmhinweise und Rot im Fall von Eilmeldungen und Live-Berichterstattung in Breaking-News-Lagen. 

Auch das akustische Design der Intros wird sich ändern. Die Fanfaren sind verklungen. Stattdessen gibt es ein elektronisches Tickern wie man es von Nachrichtenjingles kennt. Am auffälligsten ist allerdings der aufgeräumte Bildschirm, wenn man von Montag an Phoenix einschaltet. Das erinnert nur noch wenig an die ansonsten mit Informationen vollgestopften Screens deutscher und erst recht amerikanischer Nachrichtenkanäle. 

Inhaltlich soll sich in den kommenden Monaten auch einiges tun, versprechen die beiden Programmchefs, Michaela Kolster (ZDF) und Helge Fuhst (ARD/WDR). Der Anteil an Live-Ereignissen in der Berichterstattung jenseits der bisherigen Übertragungen von Parlamentsdebatten und Parteitagen werde erhöht, die Dokumentationen um 20.15 Uhr bleiben erhalten, ebenso die Gesprächssendungen danach. Ähnlich geartete Sendungen starten künftig aber auch auf einheitlichen Sendeplätzen. An Formaten, die Politik anders als gewohnt erklären, wird gearbeitet. Neu sind die Namensgebungen einiger bestehender Sendungen. Sie erhalten den Zusatz Phoenix wie etwa "phoenix vor ort", "phoenix der tag" oder "phoenix nachgefragt", wie das etwas altbackene "Bonn(n)JourBerlin" bisher hieß. 

"Der neue Auftritt", sagt Programmgeschäftsführerin Kolster, "ist für uns ein Weg in die Zukunft", da mit der wachsenden Anzahl von Kanälen bei gleichzeitigem Bedeutungsverlust für die einzelnen Sender nur klare und starke Marken relevant bleiben könnten. Mit Phoenix, sagt sie, sei die Idee einer Plattform verbunden, die lange Programmflächen für vertiefende Ideen und bereichernde Diskussionen bietet. Das Logo, eine petrolfarbene Linse mit türkisfarbener Korona, diene entsprechend als Symbol für den geschärften Blick. Beworben wird der neue Auftritt mit dem Plakatmotiv "Für eine besser informierte Republik", flankiert von dem Hashtag #phoenixreloaded. Verantwortlich zeichnen die Kölner Markenentwickler von GMK und der Berater Gregor Busch. usi 

Der neue Auftritt wird von einer Plakatkampagne begleitet - der Claim des Senders bleibt
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Der neue Auftritt wird von einer Plakatkampagne begleitet - der Claim des Senders bleibt




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