IVW 3/2017

Landlust verliert ein Fünftel der Verkäufe

„Landlust“ muss Federn lassen
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„Landlust“ muss Federn lassen
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Es ist nicht alles schlecht: Die verkauften IVW-Auflagen der Publikumsmagazine sind auch im 3. Quartal 2017 meist gesunken. Doch die Minusraten großer Magazine fallen bisweilen moderat aus – und wenn nicht, dann sind die Gründe oft hausgemacht.

Der Spiegel (768.498 verkaufte Hefte) muss einen Rückgang von 2,6 Prozent verbuchen, der Focus (422.387) dagegen von 11 Prozent – vor allem jedoch wegen Reduzierung der Lesezirkel- und Bordexemplare. Aus diesen Gründen stehen auch bei Brigitte (418.960) ein Minus von 10,3 Prozent und beim Stern (590.634) eines von 12,3 Prozent in den Büchern; allerdings gaben beim Stern auch die Abos nach. Die Zeit blieb mit durchschnittlich 489.611 Verkäufen stabil, trotz stark gesunkener Einzelverkäufe (minus 15,3 Prozent). Doch die mit Abstand wichtigste Säule Abo stieg wegen deutlich mehr E-Paper-Festbezügen um 1,1 Prozent. Die Rückgänge bei den Dickschiffen Bild der Frau (717.613, minus 8,4 Prozent) und Bunte (479.386, minus 4,5 Prozent) korrelieren indes eher mit der Entwicklung in den „harten“ Auflagensparten Abo und EV. Axel Springer hat seine Zahlen auch für Bild am Sonntag erst einmal zurückgezogen.



In der wichtigen Gattung Programmzeitschrift das übliche Bild: Die großen Magazine verlieren mehr (TV Direkt, minus 9 Prozent auf 1.012.770 Hefte) oder weniger (TV Digital, minus 3,4 Prozent auf 1.503.602 Hefte) Verkäufe, andere wachsende Titel (TV Pur, plus 5,2 Prozent auf 565.561 Stück) oder Kombis (Nur TV Plus, plus 7,7 Prozent auf 777.929 Hefte) können das per Saldo kaum ausgleichen.

Interessant der Blick auf zwei bisherige Boom-Segmente: Bei den Landmagazinen scheint die Haupternte eingefahren zu sein: Segmentbegründer Landlust, der schon in den vorherigen Quartalen Federn lassen musste, verlor nun gegenüber Vorjahr 20,5 Prozent seiner Verkäufe (jetzt 746.772 Hefte). Auch Mein schönes Land verlor mit einer vergleichbaren Rate. Und bei den (in der IVW gemeldeten) Thermomix-Rezeptheftchen scheint der Dampf ebenfalls raus zu sein: Selbst in nachgefragten Segmenten ist der Platz für neue Titel nicht grenzenlos. rp


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