IVW 1/2018

Eckart von Hirschausen kuriert die Auflage von Stern Gesund Leben

Die Umpositionierung von Stern Gesund Leben mit Eckart von Hirschausen hat die G+J-Auflage kuriert
© Anatol Kotte
Die Umpositionierung von Stern Gesund Leben mit Eckart von Hirschausen hat die G+J-Auflage kuriert
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Das neue Jahr geht so weiter, wie das alte aufgehört hat – mit sinkenden Print-Auflagen, die steigende E-Paper-Verkäufe nicht auffangen können. Doch es gibt ein paar Lichtblicke.

Die verkauften Auflagen der aktuell 330 in der IVW gemeldeten Tageszeitungen sinken im 1. Quartal 2018 gegenüber dem Vorjahreszeitraum (mit damals 336 Titeln) um 5,8 Prozent auf 15,7 Millionen Exemplare. Die Verkäufe der damals wie heute 21 Wochenzeitungen erreichen nun 1,6 Millionen Stück, das sind 3,9 Prozent weniger als Anfang 2017.



Axel Springers Bild kommt inklusive BZ und Fußball Bild auf 1.623.998 verkaufte Hefte, das sind 9,2 Prozent weniger. Bild am Sonntag gibt um 8,9 Prozent nach und verkauft noch 812.612 Exemplare. Die Verkäufe der Werktags-Welt (inklusive Kompakt und Samstag) sinken um 3,6 Prozent auf 164.415 Hefte. Seine Welt am Sonntag packt Springer nun in eine IVW-Kombi mit der Werktags-Welt samt beider Kompaktformate. Auf diese Weise – und dank stark erhöhter Bordexemplare – kommt das Welt-Gesamtpaket nun rechnerisch auf stabile 520.278 Verkäufe (davon 304.765 Abo und EV). Die WamS-Auflage muss man sich selbst ausrechnen: 355.863 Stück, davon 220.305 Abo/EV.

Ebenfalls Stabilität durch mehr Bordverkäufe erreichen FAZ (minus 0,6 Prozent auf 237.563 Hefte) und Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (plus 0,1 Prozent auf 252.443 Exemplare). Die Süddeutsche Zeitung reduziert dagegen ihre Flugexemplare und kassiert daher ein Minus von 3,9 Prozent auf 335.952 Hefte. Die wichtigen Abos bleiben stabil. Die Zeit landet bei 494.646 verkauften Exemplaren, 1,9 Prozent weniger als Anfang 2017.


Und die Publikumszeitschriften? Die verkauften Auflagen der aktuell 744 in der IVW gemeldeten Titel sinken im 1. Quartal 2018 gegenüber Vorjahr (mit damals 758 Titeln) um 6 Prozent auf 87,2 Millionen Exemplare. Der Stern (539.191 verkaufte Hefte) muss einen Rückgang von 9,5 Prozent verbuchen, der Spiegel von 8,2 Prozent (auf 708.077 Stück) und Focus von 6,6 Prozent (auf 422.387 Exemplare). Ein Trostpflaster gibt es jedoch speziell für Gruner + Jahr nach den schlechten Stern-Zahlen und dem bitteren Aus für Neon: Die Umpositionierung von Stern Gesund Leben mit Eckart von Hirschausen hat die Auflage kuriert: Das Heft konnte seine Auflage mit nun 204.787 Verkäufen mehr als verdreifachen.

Bei den großen Kiosk-Publikumstiteln dominieren die Minuszahlen speziell bei den 14-täglichen Programmie-Dickschiffen, aber auch bei den wöchentlichen Fernsehheften. Einzig die Kombi Nur TV Plus kann auf hohem Niveau (818.519) um 4,1 Prozent zulegen, fast ebenso TV Pur (plus 1,3 Prozent auf 580.954 Hefte) und TV für mich (376.771 Stück, plus 2,4 Prozent). Stark verloren haben indes die großen wöchentlichen Klassiker Bild der Frau (678.802, minus 11,9 Prozent) und Tina (343.947, minus 9,9 Prozent).

Die Gewinner dagegen finden sich vor allem im Auflagen-Mittelfeld, allen voran Lust auf Genuss mit einem Verkaufsplus von 21,7 Prozent auf 142.718 Hefte. Mehr als die Hälfte (55,5 Prozent) seiner Verkäufe verlor dagegen Mein Buffet, das bis Ende 2017 als ARD Buffet firmierte. Nach einem Urteil musste sich der öffentlich-rechtliche Sender zurückziehen – und nun verkauft das Magazin nur noch 62.294 Hefte. rp

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