HORIZONT Bewegtbildgipfel

FC Bayern München - der deutsche (Social-Media-)Meister

Managt die Social-Media-Aktivitäten des FC Bayern München: Felix Loesner
Alex Grimm / Getty Images
Managt die Social-Media-Aktivitäten des FC Bayern München: Felix Loesner
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Wer sich für Trends interessiert, der sollte immer mal wieder einen Blick über den eigenen Tellerrand oder zumindest in ein Fußballstadion werfen. Beim HORIZONT Bewegtbildgipfel ist es Felix Loesner, Social-Media-Chef beim FC Bayern München, der den Teilnehmern am Donnerstag die Stärken von Plattformen wie Snapchat näher bringt.

Wichtigstes Mantra an der Säbener Straße: „Wir gehen nicht davon aus, dass unsere Fans zu uns kommen – wir müssen zu ihnen gehen.“ Im Jahr 2010 startete der Verein auf Studi-VZ. Das Netzwerk gibt es mittlerweile nicht mehr, die Reichweite des Deutschen Fußballmeisters entwickelte sich dagegen rasant.


2012 verzeichnete der Verein drei Millionen Fans auf Facebook. Es folgte die Chinatour der Fußballer und der Einstieg in das chinesische Netzwerk Renren, das Triple sowie die zunehmende Internationalisierung der Social-Media-Aktivitäten.

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Im Jahr 2016 betreiben die Münchner 32 unterschiedliche Facebook-Accounts in mehreren Ländern und verzeichnen 50 Millionen Fans – von denen Loesner zufolge weniger als 10 Prozent aus dem deutschsprachigen Raum stammen. „Unsere Herausforderung ist ein globales Brandbuilding für den FC Bayern über die digitalen Plattformen.“ Beispielsweise sei die Nachrichtenlage in der arabischen Welt nicht mit der in unserem Land zu vergleichen, wo der Verein regelmäßig Gegenstand der tagesaktuellen Berichterstattung ist. „Dort sind wir die einzige Quelle für unsere Fans“, sagt der Social-Media-Experte.

Auf Snapchat (#fcbayernsnaps) liegt die Followerzahl des Vereins im mittleren sechsstelligen Bereich. Vor allem die Möglichkeiten des Storytelling sind für Loesner attraktiv: „Dank Snapchat  ist es viel einfacher geworden, den Fans andere Perspektiven aufzuzeigen.“ User könnten sich genauso wie die Spieler mit eigenen Beiträgen beteiligen, auch, um „das Stadionerlebnis für die Menschen zu verlängern, die nicht selbst in die Allianz Arena gekommen sind“.

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In den kommenden Monaten will Loesner mit seinem Team vor allem das Potenzial der Live-Kommunikation heben und auch in geschlossene Gruppen auf Whatsapp oder Facebook vordringen: „User wollen sich nicht mehr über die großen Plattformen austauschen, sondern innerhalb ihrer Peergroups“, beschreibt der Social-Media-Experte. Um dort Fuß zu fassen, sei es aber essentiell, dermaßen mit attraktiven Inhalten zu überzeugen, dass die Fans aktiv mit Fragen oder Wünschen auf den Verein zukommen. Für manche Bundesligisten dürfte das ungleich schwieriger sein als für den FC Bayern München. kan



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