Group-M-Prognose

Digitale Mediennutzung hängt erstmals lineare TV-Nutzung ab

Smartphones spielen bei der digitalen Mediennutzung eine immer bedeutendere Rolle
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Smartphones spielen bei der digitalen Mediennutzung eine immer bedeutendere Rolle
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9,73 Stunden täglich verbringen Menschen weltweit mit der Nutzung von Online- und Printmedien, linearem Fernsehen und Radio. Das ist das Ergebnis des Reports "State of Digital", der von dem WPP-Media-Network Group M veröffentlicht wurde. Der Wert entspricht einem leichten Plus von 0,05 Stunden gegenüber 2017. Die wichtigste Erkenntnis des Reports, für den Group M: In diesem Jahr wird die Zeit, die die Konsumenten mit Onlinemedien verbringen, erstmals die der linearen TV-Nutzung überholen.
Demnach sind die Nutzer pro Tag 3,69 Stunden mit der Mediennutzung im Internet beschäftigt. Im linearen Fernsehen sind es 3,63 Stunden. 2017 lag die durchschnittliche TV-Nutzung noch bei 3,71 Stunden, die der Onlinemedien bei 3,53 Stunden. Während die beiden mit Abstand größten Kanäle zusammen rund 75 Prozent der weltweiten Mediennutzung auf sich vereinen, kommen Radio und Printmedien nur auf 18 beziehungsweise 7 Prozent.
Die Dauer der Online-Mediennutzung zieht 2018 erstmals am linearen TV vorbei
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Die Dauer der Online-Mediennutzung zieht 2018 erstmals am linearen TV vorbei
Die stark steigende Nutzung der Onlinemedien bedeutet gleichzeitig einen Aufschwung für den E-Commerce. Insgesamt 35 Länder haben Group M Zahlenmaterial zum Onlinehandel 2017 zur Verfügung gestellt. Das Ergebnis: Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Wert der weltweit durchgeführten E-Commerce-Transaktionen um 17 Prozent auf 2,105 Billionen US-Dollar. Für 2018 prognostiziert das Media-Network ein ähnlich großes Wachstum von 15 Prozent auf dann 2,442 Billionen US-Dollar. Dieser Wert entspräche dann etwa 10 Prozent des gesamten Einzelhandels.

HORIZONT Digital Marketing Days 2018
Die HORIZONT Digital Marketing Days haben sich in den vergangenen Jahren zum Trend-Check für die Digitalbranche entwickelt. Anspruch der Veranstaltung ist es, Orientierung im Digital-Marketing-Dschungel zu liefern. Auch in diesem Jahr stehen am 3. und 4. Juli in Berlin Trends und Entwicklungen in den digitalen Marketingdisziplinen auf dem Prüfstand. Anmelden können Sie sich unter Conferencegroup.de/dmd18.
Zudem hat Group M im Rahmen des "State-of-Digital"-Reports Trends im Bereich Programmatic Advertising untersucht. Demnach wurden im Jahr 2017 im Durchschnitt 44 Prozent der programmatischen Investitionen für Displaywerbung verwendet. 2016 waren es noch 31 Prozent. In diesem Jahr soll der Wert auf 47 Prozent steigen. Auf Onlinevideos entfielen im vergangenen Jahr dagegen nur 22 Prozent der Ausgaben in Programmatic Advertising (2016: 17 Prozent). 2018 soll der Wert um zwei Prozentpunkte auf 24 Prozent steigen. Bei der Berechnung der Durchschnittwerte hat Group die Größe Werbewirtschaft der jeweiligen Länder berücksichtigt.

Den gesamten Report mit Kennzahlen und den elf betrachteten Märkten Australien, China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Italien, Kanada, Mexiko, Spanien und USA gibt es auf der Group-M-Website zum kostenlosen Downloadtt


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