Google-Werbung oder Suchergebnisse Nur jeder dritte Teenager erkennt den Unterschied

Montag, 23. November 2015
Werbung in der Google-Suche
Werbung in der Google-Suche
© Screenshot google.de

Der überwiegende Teil der Kinder und Jugendlichen kann offenbar nicht zwischen Google-Werbung und den eigentlichen Suchergebnissen unterscheiden. Was Googles Finanzchef freut, dürfte bei Verbraucherschützern nicht gut ankommen.
Mit der neben den Suchergebnissen eingeblendeten Werbung verdient Google – beziehungsweise Konzernmutter Alphabet – einen großen Teil der Gesamteinnahmen. Für Google dürften daher die Ergebnisse einer Studie der britischen Medienaufsichtsbehörde Ofcom eine gute Nachricht sein: Nur 31 Prozent der Zwölf- bis 15-Jährigen konnten demnach den Unterschied zwischen Google-Werbung und den Suchergebnissen erkennen. Bei den Acht- bis Elfjährigen waren es sogar nur 16 Prozent. Mit 46 Prozent etwas weniger als die Hälfte der befragten Kinder wussten immerhin, dass Google über Werbung finanziert wird. Allerdings finden ganze 19 Prozent der Zwölf- bis 15-Jährigen laut der Ofcom-Studie, dass, wenn eine Information in einer Suchmaschine wie Google gelistet wird, diese Information dann auch wahr sein müsse.
Steffen Hopf
© Yahoo

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"Das Internet erlaubt es Kindern und Jugendlichen zu lernen, verschiedene Meinungen zu entdecken und mit Freunden und der Familie in Kontakt zu bleiben", erklärte Ofcom-Manager James Thickett der Financial Times. Aber auch diese Digital Natives bräuchten Hilfe, um das richtige Know-how für die Navigation durch die Online-Welt zu erhalten.

Ähnliche Wissenslücken zeigten die Jugendlichen der Ofcom-Untersuchung zufolge, wenn es um YouTube ging. Etwas mehr als die Hälfte der Teenager im Alter von zwölf bis 15 Jahren bevorzugten die Video-Plattform gegenüber dem traditionellen Fernsehen. Allerdings wussten 53 Prozent der Befragten nicht, dass YouTuber für das Reden über bestimmte Produkte bezahlt würden. Da besteht also in diesen beiden Fällen – und sicher auch bei anderen sozialen Medien – noch eine Menge Aufklärungsbedarf.


Dieser Artikel erschien zuerst bei t3n
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