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Youtube will stärker im Musik-Streamingmarkt mitmischen
Screenshot Youtube
Google-Angriff auf Netflix, Spotify und Co

Youtube startet Bezahldienste für Filme und Musik auch in Europa

Youtube will stärker im Musik-Streamingmarkt mitmischen
Großer Tag für Youtube: Googles Videoplattform stellt ihr Musikstreaming-Angebot, das in den USA und vier weiteren Ländern seit Mai erprobt wurde, mit einer wahlweise werbefreien Bezahlversion neu auf und startet den Dienst unter dem Namen Youtube Music am heutigen Montag in 16 Ländern – auch in Deutschland. Außerdem führt der Konzern jetzt auch hierzulande das werbefreie Pay-Video-Streamingangebot Youtube Premium ein.
von Roland Pimpl Montag, 18. Juni 2018

Der Netflix-Konkurrent Youtube Premium (im Startmarkt USA hieß das Angebot bis Mai Youtube Red) kostet pro Monat 11,99 Euro und bietet On-demand-Videos ohne Werbeunterbrechung, mit Möglichkeiten zum Abspielen im Hintergrund und für Downloads. Drei Testmonate sind kostenlos. Mit im Paket sind die Youtube Originals: Exklusiv für die Plattform produzierte Shows und Filme, etwa "Cobra Kai", "Impulse" sowie die beiden neuen Formate "The Sidemen Show" und "F2 Finding Football".

Die Ausspielungen hierzulande erhalten Untertitel. Und im Herbst sollen spezielle Show-Formate für Deutschland erscheinen – möglicherweise ja eines mit dem jugendlichen Musik- und Comedy-Duo "Die Lochis". Die Zwillingsbrüder Heiko und Roman Lochmann, die seit 2011 mit ihren Youtube-Videos vor allem Teenies begeistern, waren beim Pressetermin eingeladen und duften von der Plattform schwärmen.




Teil von Youtube Premium ist auch die neue werbefreie Bezahlvariante des Musikstreamings. Youtube Music Premium ist für 9,99 Euro im Monat aber auch separat zu abonnieren, dann ebenfalls mit Hintergrundwiedergabe- und Download-Möglichkeiten zur Offline-Nutzung.


Basis ist der ansonsten kostenlose und werbefinanzierte renovierte Musikstreaming-Dienst Youtube Music, mit dem der Mutterkonzern Google endlich gegen Spotify, Apple Music und Co aufholen möchte. Die neue App und der Webplayer bieten Zugriff auf Alben, Einzelsongs, Cover-Versionen, Künstler-Radios, tausende Playlisten nach Stimmungen, Live-Konzerte und natürlich Musikvideos, ohne zwischen den Anwendungen hin und her wechseln zu müssen.

Aus diesem Riesenfundus empfehlen die Algorithmen die individuell passende Musik und Darbietungsform, abhängig vom bisherigen Nutzungsverhalten, der aktuellen Tageszeit (ruhige Töne am Abend?), dem Standort oder der Tätigkeit (keine Videos im Auto?). Und wer einen bestimmten Song sucht, soll ihn auch mit einer ungefähren Beschreibung ("Titelsong Til Schweiger Film") oder mit – sogar falsch geschriebenen – Textfragmenten finden können.

Mit Youtube Music unternimmt Google einen neuen Anlauf im Musikstreaming, diesmal unter der Marke seiner Videosite. Den bisherigen Dienst Google Play Music gibt es weiter; dessen Abo-Kunden erhalten auch automatisch die Premium-Version von Youtube Music. Laut Unternehmen werden die Künstler gemäß den Deals mit den Verwertungsgesellschaften nicht nur an den Werbe-, sondern auch an den Abo-Einnahmen beteiligt. rp 

HORIZONT Bewegtbildgipfel 2018
Am 10. und 11. Oktober findet in der Nachtresidenz in Düsseldorf wieder der HORIZONT Bewegtbildgipfel statt. Ein Highlight in diesem Jahr: Die Regielounge, die erstmals in den Bewegtbildgipfel eingebunden wird. Hier geben namhafte Werbefilmer und Regisseure exklusive Einblicke in die Kreation und Produktion von Werbefilmen. Weitere Themen des Bewegtbildgipfels:

  • New TV: Virtual Reality, T-Commerce und neue Videoportale
  • Addressable TV: Wie auch der Mittelstand TV effizient nutzen kann
  • Kreation: Raus aus dem Einerlei -- was macht TV-Kampagnen erfolgreich?
  • Klassisches Fernsehen: Sinkende Reichweiten, hohe Wirkung?
  • Best Cases: Erfolgreiche Kampagnen unter der Lupe
Zu den namhaften Referenten zählen unter anderem Bjoern Hansen (About You), Sabine Kloos (Telefonica Germany), Dieter Lutz (Bahlsen), Matthias Brüll (Wavemaker) und Stefan Kuhlow (Werbe Weischer).

Weitere Informationen finden sie unter www.dfvcg.de/bbg18

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