Goldmedia-Studie

Video-on-Demand-Markt wächst bis 2023 auf 2,5 Milliarden Euro

Netflix ist ein Gigant auf dem Streaming-Markt.
Paul Sakuma Photography
Netflix ist ein Gigant auf dem Streaming-Markt.
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Netflix, Amazon Prime Video & Co boomen: Ende 2017 nutzte bereits fast jeder fünfte deutsche Haushalt einen kostenpflichtigen Streamingservice. In den kommenden fünf Jahren wird sich der Umsatz der Branche mehr als verdoppeln. Das geht aus der Studie "Pay-VoD in Germany - Forecast 1018 bis 2023" des Beratungsunternehmens Goldmedia hervor. 
Die Berliner Marktforscher gehen davon aus, dass die Gesamterlöse mit kostenpflichtigen VoD-Diensten bis 2023 auf 2,5 Milliarden Euro steigen werden - 2017 lagen sie bei 1,1 Milliarden Euro. Damit würde sich das Marktvolumen innerhalb der kommenden fünf Jahre mehr als verdoppeln. Ende 2017 nutzen rund 18 Prozent aller deutschen Haushalte mindestens einen kostenpflichtigen Videodienst.  Wachstumspotenzial ist also noch reichlich vorhanden. Zum Vergleich: In den USA haben 43 Prozent aller Haushalte ein Netflix-Abo.

Treiber der Entwicklung ist die zunehmende Zahl attraktiver, eigenproduzierter Inhalte der großen Anbieter, die Vorteile der zeitlich unabhängigen Nutzung und die wachsende Zahl von Haushalten mit Breitbandanschluss. 
Der Markt für Pay-Video-on-Demand wächst kräftig
Der Markt für Pay-Video-on-Demand wächst kräftig (© Goldmedia)
Die dominierenden Anbieter in Deutschland sind Amazon Prime Video und Netflix, die sich aktuell fast die Hälfte des Marktes aufteilen. Weitere bedeutende Anbieter sind Sky, die Pro-Sieben-Sat-Tochter Maxdome sowie die Angebote von Apple (iTunes) und Google (Playstore). Dazu kommen spezielle Anbieter wie DAZN oder der Europort Player. Erst kürzlich hatte auch Freenet einen Streamingdienst zum Kampfpreis von 5 Euro im Monat angekündigt

Am beliebtesten sind aktuell Abo-Modelle wie bei Netflix. 74 Prozent der gesamten VoD-Erlöse werden mit solchen Modellen erwirtschaftet. Goldmedia geht davon aus, dass der Anteil dieses Segments bis 2023 auf 80 Prozent steigen wird. Die Daten basieren auf den VoD-Ratings von Goldmedia, die auf einer rollierenden Online-Befragung mit bis zu 65.000 Befragten pro Jahr basiert. dh

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