Goldbach Germany

Peter Christmann übernimmt Aufsichtsratsvorsitz

Peter Christmann
Goldbach Germany
Peter Christmann
Peter Christmann ist aus der Geschäftsführung der Goldbach Germany ausgetreten und nun Aufsichtsrats-Chef des Bewegtbildvermarkters, der 2015 hierzulande startete. Nach einem holprigen Beginn ist Goldbach Germany mittlerweile auf Kurs und hat im Jahr 2017 voraussichtlich den Break Even erreicht, die finalen Zahlen liegen noch nicht vor.
Die Führung von Goldbach Germany liegt jetzt allein bei Robert Stahl und Frank Möbius, die der Geschäftsführung schon seit Anfang 2017 angehören. Das Team in München umfasst knapp 20 Mitarbeiter, die verschlankte Management-Struktur trägt dem Rechnung. "Goldbach Germany ist auf einem guten Weg", sagt Christmann, der weiter Gesellschafter bei der Firma bleibt und damit auch an der künftigen Wertschöpfung beteiligt ist. Goldbach hat mittlerweile rund 100 Mandanten und setzt Kampagnen in linearem TV, auf Onlinevideo aber auch in Digital Out-of-Home um.

Die Idee von Goldbach ist es, viele Klein- und Kleinstsender zu bündeln und aggregiert zu vermarkten. Seit Jahrzehnten ist der Ruf nach einer dritten starken Kraft im deutschen Fernsehmarkt laut, um Seven-One Media und IP Deutschland etwas entgegenzusetzen. In den wirtschaftlich starken TV-Zeiten der letzten Jahre war der Druck zu Kooperationen bei kleinen Sendern jedoch gering.

Auch der Plan, Bewegtbild auf allen Kanälen anzubieten und einen 360-Grad-Video-Berater aufzubauen, der alles aus einer Hand anbietet, kam zu früh. In vielen Mediaagenturen werden die einzelnen Kanäle noch von unterschiedlichen Verantwortlichen eingekauft und geplant. "Wir haben uns auf diese Silovermarktung eingestellt und seither funktioniert unser Geschäft", sagt Christmann. Statt einem Universalberater gibt es nun Ansprechpartner für jeden Bereich.

Der Manager, der von 2004 bis 2008 Vorstand bei Pro Sieben Sat 1 war, will sich mehr auf andere Beteiligungsprojekte wie Averycore konzentrieren, das auf Programmatic Creation spezialisiert ist. Er kann sich auch vorstellen, sich mit einem Start-up im sozialen Bereich zu engagieren. pap

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