Fotolia

Adobe schluckt Online-Bildagentur

Die Adobe-Zentrale in San Jose, Kalifornien
© EPA/John G. Mabanglo
Die Adobe-Zentrale in San Jose, Kalifornien
Themenseiten zu diesem Artikel:
Der "Photoshop"-Anbieter Adobe weitet sein Geschäft mit dem Kauf der Online-Fotoagentur Fotolia aus. Der Software-Konzern lässt sich die Plattform mit aktuell über 34 Millionen Fotos und Videos rund 800 Millionen Dollar (646 Mio Euro) kosten.
Sie soll weiterhin für alle verfügbar bleiben und nicht nur für Kunden von Adobes Cloud-Diensten. Diese könnten aber zum Beispiel in bestimmten Abo-Paketen einen Gratis-Zugang bekommen. Fotolia ist einer der großen Anbieter von Bildern, auf die etwa Online-Medien und Blogger zurückgreifen. Die Firma gehörte zuletzt Finanzinvestoren.

Adobe kam unterdessen auch weiter bei dem Wandel zu einem Cloud-Geschäftsmodell voran. Die Online-Dienste gewannen 664 000 Kunden hinzu. Nun hat Adobe insgesamt gut 3,45 Millionen Cloud-Kunden. Der Wechsel vom Verkauf teurer Software-Pakete zu einem Abo-Modell mit fortlaufenden Zahlungen hatte zunächst einen Umsatzeinbruch ausgelöst. Danach richteten sich die Erlöse Schritt um Schritt wieder auf.

Fotolia-Chef Oleg Tscheltzoff plädiert für ein starkes Urheberrecht
Mehr zum Thema

Fotolia-Chef Oleg Tscheltzoff: "Die Praxis von Google ist nicht zufriedenstellend"

Vor zwei Wochen hat der Bundesrat in Deutschland das umstrittene Leistungsschutzgesetz beschlossen. Gegen den erbitterten Widerstand der Internetgemeinde, Wirtschafts- und Journalistenverbänden sowie Rechtsexperten bekamen Verlage am 22. März das Recht zugesprochen, von News-Aggregatoren und Suchmaschinen wie Google für die Verwendung ihrer Artikel im Internet Lizenzgebühren verlangen zu dürfen.

In dem Ende November abgeschlossenen vierten Geschäftsquartal wuchs der Umsatz im Jahresvergleich um drei Prozent auf 1,07 Milliarden Dollar. Der Gewinn stieg um gut zwölf Prozent auf 73,3 Millionen Dollar, wie Adobe nach US-Börsenschluss am Donnerstag mitteilte. Die Erwartungen wurden damit übertroffen. Die Aktie legte nachbörslich um mehr als fünf Prozent zu. Der Umsatz im gesamten Geschäftsjahr lag mit 4,15 Milliarden Dollar allerdings noch unter dem Rekordwert von 4,4 Milliarden vor zwei Jahren. dpa


stats