"Extreme Situation"

ZDF-Sportchef Gruschwitz zeigt Verständnis für Mertesackers Ausraster

Per Mertesacker pflaumte ZDF-Mann Boris Büchler nach dem Algerien-Spiel an (Bild: ZDF Mediathek)
Per Mertesacker pflaumte ZDF-Mann Boris Büchler nach dem Algerien-Spiel an (Bild: ZDF Mediathek)
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So kennt man Per Mertesacker gar nicht: Der sonst als recht sanft und unaufgeregt bekannte Nationalverteidiger machte ZDF-Reporter Boris Büchler nach dem Zittersieg gegen Algerien ganz schön zur Schnecke. Alles halb so wild, sagt nun ZDF-Sportchef Dieter Gruschwitz.


"Es war ein Interview in einer besonders extremen Situation. Man kann für beide Akteure Verständnis haben. Boris Büchler hat journalistisch korrekt gefragt, Per Mertesacker hat nachvollziehbar emotional reagiert. Man sollte auf keinen Fall Grundsätzliches hineininterpretieren", so Gruschwitz in einem Statement, das heute vom ZDF verschickt wurde. Darin lässt es sich der WM-Teamchef des Zweiten auch nicht nehmen, eine positive, wenn auch nicht gerade euphorische Zwischenbilanz zur eigenen Berichterstattung zu ziehen: "Die Resonanz, die wir von unseren Zuschauern erhalten, ist überwiegend positiv."

Auch Per Mertesacker scheint seinen kleinen Ausraster mittlerweile lockerer sehen zu können. "Emotionen gehören zum Fußball ... auch direkt nach dem Spiel", schrieb Mertesacker heute auf seiner Facebook-Seite - beschwichtigende Worte in Richtung von ZDF-Interviewer Büchler fehlen allerdings. ire



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