Digitale Audiovermarktung

Spotcom geht zurück zur RMS

Frank Bachér, RMS, und Sven Rühlicke, Spotcom/Antenne Bayern, setzen auf Allianzen
© Stefan Witt/RMS
Frank Bachér, RMS, und Sven Rühlicke, Spotcom/Antenne Bayern, setzen auf Allianzen
Zurück auf Anfang: Nach drei Jahren gibt der Antenne-Bayern-Vermarkter Spotcom die Digitalvermarktung wieder an die RMS. Mit den Digitalangeboten von Antenne Bayern und Rock Antenne wechseln auch die der Spotcom-Mandanten Laut.fm, Radio Hamburg, Radio FFN, Energy Bremen und Silvacast-Gruppe. Der Grund für die Rückkehr: Angesichts von neuen großen Audio-Playern wie Amazon wollen Spotcom und RMS die Kräfte bündeln – sowohl beim Einsatz von Daten als auch bei der programmatischen Vermarktung.

"Wir freuen uns sehr, dass wir ab sofort mit Spotcom einen engen Verbündeten haben, der uns mit seinem Digitalinventar zu einer stärkeren Marktposition verhilft", sagt Frank Bachér, Digitalchef der RMS. Antenne Bayern hatte RMS Anfang 2015 den Rücken gekehrt mit dem Ziel, im Digitalradiogeschäft einen dritten großen Player neben RMS und Audimark aufzubauen. Mittlerweile spielt auch Spotify eine größere Rolle. Mit den smarten Lautsprechern Alexa und Home machen sich jetzt auch Amazon und Google startklar, den Audiomarkt aufzurollen. Größe ist auch hier entscheidend.



Sven Rühlicke, Geschäftsführer von Spotcom und Geschäftsleiter Digital von Antenne Bayern, sieht die Entscheidung, die Vermarktung zwischenzeitlich alleine zu betreiben, jedoch immer noch als richtigen Schritt: "Wir wollten mehr Dynamik im Markt und Antenne Bayern ist ein Treiber im Transformationsprozess." Der Digitalumsatz der Spotcom ist seither um 450 Prozent gestiegen, während sich der Markt in dieser Zeit auf 35 Millionen Euro gerade mal verdoppelt hat. Der Vermarkter hat viel digitales Know-how aufgebaut und mit Angeboten wie den Shake-me-Ads neue Formate entwickelt.

Gemeinsam wollen Rühlicke und Bachér den Online-Audiomarkt nun weiterentwickeln und dabei den Rückenwind nutzen, der derzeit dank Smartspeakern und Podcasts weht. Insgesamt sind unter dem RMS-Dach nun 40 Einzelpublisher mit rund 1000 Streams gebündelt. Von Spotcom kommen dabei 77 Streams, die aber mit rund 20 Prozent Marktanteil einen überproportional hohen Teil der Hörstunden ausmachen. Insgesamt wird das Angebot RMS Online Audio laut den beiden Vermarktern rund 80 Millionen Hörstunden und einen Marktanteil von 54 Prozent im deutschen Online-Audio-Markt ausmachen. pap


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