Bayard-Chef Horst Ohligschläger

"Wir müssen von einem Massenmedium zu einem Exzellenzmedium werden"

Bayrd-Chef Horst Ohligschläger im Gespräch mit Peter Turi
© turi2/HORIZONT
Bayrd-Chef Horst Ohligschläger im Gespräch mit Peter Turi
Zeitschriftenverlage müssen sich angesichts rückläufiger Auflagen auf ihre Stärken konzentrieren und gute Inhalte produzieren. "Wir haben die Entscheidung getroffen, dass wir von einem Massenmedium zu einem Exzellenzmedium werden müssen", sagt Horst Ohligschläger, CEO der Bayard Mediengruppe im Video-Interview mit turi2.tv und HORIZONT Online. 
In dem Verlag erscheinen Titel wie "Frau im Leben", "Leben und erziehen", Tierfreund" und das Kindermagazin "Staffete", die vor allem in Bayern bekannt sind. "Wir bieten salopp gesagt von der Wiege bis zur Bahre das gesamte Programm an", sagt der gelernte Journalist, der in den 90er Jahren das Hauptstadtbüro des Stern geleitet hatte.

Wie alle anderen Verlage auch sieht sich die Bayard Mediengruppe, die 2008 aus der Übernahme des Zeitschriftenportfolios der Verlagsgruppe Weltbild durch den französischen Verlag Bayard Presse und der belgischen Roularta Media Group hervorging, mit tendenziell rückläufigen Auflagen konfrontiert. Diese habe man aber bislang durch die Anhebung der Verkaufspreise ausgleichen können, betont Ohligschläger. Die Reichweite des Portfolios sei sogar gestiegen.

Um die Zukunft seiner Zeitschriften macht sich Ohligschläger daher keine Sorgen: "Ich bin durchaus optimistisch, dass noch genug Menschen unsere Zeitschriften lesen werden, wenn ich nichts mehr 
damit zu tun haben werde." 



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