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Die neue, aufgefrischte Tina aus dem Hause Bauer.
Bauer Media
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Wie die aufgefrischte Tina für Entschleunigung sorgen will

Die neue, aufgefrischte Tina aus dem Hause Bauer.
Vor drei Jahren hatte die Wochenzeitschrift Tina ihre letzte Überarbeitung bekommen, jetzt steht der nächste Refresh an: Eine neue Farbwelt, eine veränderte Bildsprache und noch mehr Konzentration auf die Inszenierung der Inhalte sollen das Produkt entschleunigen und der veränderten Mediennutzung gerecht werden. "In einer Zeit, in der alles schneller wird, muss Print langsamer werden", sagt Tina-Chefredakteurin Sabine Ingwersen. "Als Qualitätsmarktführer gehen wir auf dieses starke Bedürfnis der Zielgruppe ein." Das Ergebnis ist ab diesem Mittwoch am Kiosk zu sehen.
von Bettina Sonnenschein Mittwoch, 06. Juni 2018
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Mit einer verkauften Auflage von 343.947 Heften im 1. Quartal 2018 nimmt die wöchentlich erscheinende Tina aus dem Bauer-Verlag derzeit Rang 6 im Segment ein. Allerdings muss sie im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Minus von 9,9 Prozent (381.810 Exemplare) hinnehmen und liegt auch deutlich hinter der Nummer 1, Bild der Frau, mit fast 679.000 Exemplaren.
„Gerade in Zeiten, in denen wir morgens schon auf die Schnelle erste Whats-App-Nachrichten oder Morgen-Newsletter lesen, fällt uns oft hinterher auf, dass wir gar nicht mehr wissen, was wir da eigentlich konsumiert haben.“
Sabine Ingwersen
Dafür kann sie auf einen vergleichsweise hohen und treuen Anteil an Abonnentinnen bauen, wie Ingwersen betont. Die Stammleserinnen zu halten und gleichzeitig neue Leserinnen 40+ zu gewinnen, die allerdings schon eine stärker digitalisierte Mediennutzung gewohnt sind, ist keine leichte Aufgabe.
Durch Ruhe und Entschleunigung Aufmerksamkeit schaffen.
© Bauer Media
Durch Ruhe und Entschleunigung Aufmerksamkeit schaffen.
"Der Schlüssel zum Erfolg liegt darin, das Produkt langsamer und dadurch intensiver zu machen", sagt Ingwersen und fügt an: "Gerade in Zeiten, in denen wir morgens schon auf die Schnelle erste Whats-App-Nachrichten oder Morgen-Newsletter lesen, fällt uns oft hinterher auf, dass wir gar nicht mehr wissen, was wir da eigentlich konsumiert haben." Die Welt da draußen sei turbulent - Print muss daher dafür sorgen, in Ruhe zu vermitteln, worauf es wirklich ankommt.
Sanfte Pastelltöne bilden die neue Farbwelt.
© Bauer Media
Sanfte Pastelltöne bilden die neue Farbwelt.
Die Aufmerksamkeit für die Zeitschrift soll zum einen über das erneuerte Layout geschaffen werden. "Wir haben die Bildsprache so verändert, dass eine optische Anhaftung stattfinden wird", so Ingwersen. "Die Fotografen sind angewiesen, noch viel intensiver auf Emotionalität zu achten."

Auch die Farbwelten wurden verändert und weicher gestaltet. Die Töne sind in softem Pastell gehalten und sollen beruhigend wirken, die Fotos dadurch mehr in den Vordergrund rücken.
Kochen und Ernährung sind wichtige Säulen für die Tina.
© Bauer Media
Kochen und Ernährung sind wichtige Säulen für die Tina.
Auch inhaltlich soll es noch stärker als bislang um Gefühle gehen. "Als Segmentsbegründer stehen unsere drei Hauptsäulen - Mode/Beauty, Ernährung und Gesundheit - immer im Fokus", sagt Chefredakteurin Ingwersen. Bei der Umsetzung werde nun noch intensiver als je zuvor inszeniert, wohin eine Geschichte gehen soll. "100 Prozent Funktion trifft dabei in Zukunft auf 100 Prozent Emotion."
Eine der beliebtesten Rubriken der Tina: Umstyling mit Vorher-nachher-Effekt.
© Bauer Media
Eine der beliebtesten Rubriken der Tina: Umstyling mit Vorher-nachher-Effekt.
Unangetastet bleibt die bei den Leserinnen beliebte Rubrik "Vorher - Nachher", in der modisch umgestylt wird.
Statt Diäten lieber gute Tipps.
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Statt Diäten lieber gute Tipps.
Neu hingegen ist der "Schlanktisch", der das schwierige Diät-Thema bedienen soll: Alle gängigen, aktuellen oder im Trend liegenden Ernährungsformen sollen hier unter die Lupe genommen und auf die Bedürfnisse der Tina-Leserin angepasst werden. So werden Wünsche nach gesunder Kost erfüllt, mit der möglicherweise auch Gewicht reduziert werden kann, ohne der Genuss-liebenden Leserin mit der Abnehmkeule zu drohen.
"Print hat eine Zukunft", sagt Tina-Chefredakteurin Sabine Ingwersen. "Wenn wir die Produkte entschleunigen."
© Margaretha Olschewski
"Print hat eine Zukunft", sagt Tina-Chefredakteurin Sabine Ingwersen. "Wenn wir die Produkte entschleunigen."
Begleitet wird die Auffrischungskur der Tina mit einer TV-Kampagne, dazu Anzeigen in den verlagseigenen Titeln sowie Aktionen am Point of Sale. Thomas Schmidt, Executive Director Women / TV Magazines bei Bauer Media sieht den nächsten Monaten zuversichtlich entgegen: "Tina ist für Bauer Media in der Vermarktung sehr wichtig."

Im Gesamtportfolio von Bauer Advertising ist die Zeitschrift die entscheidende Schnittstelle innerhalb der Branchenstruktur mit Bereichen wie Mode & Beauty, Health, Food und Travel." Aufgrund der Leistungsstärke, der Positionierung und der Themenvielfalt mit „den besten Seiten des Lebens“ sei sie einer der wichtigsten Bausteine in den Crossmedia-Angeboten für Kunden und Agentur. son


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