Bastian Pastewka

"Eine haarsträubende Reise zu sich selbst"

Die neuen Folgen von "Pastewka" sind ab Ende Januar verfügbar
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Die neuen Folgen von "Pastewka" sind ab Ende Januar verfügbar
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Ab diesem Freitag (26. Januar) feiert die Comedy-Serie "Pastewka" ein Comeback bei Amazon Prime Video. Für Hauptdarsteller Bastian Pastewka, der sich in der Serie gewissermaßen selbst spielt, ist sein Alter Ego Bastian nicht nur eine Paraderolle, sondern auch ein Herzensprojekt. Im dpa-Interview spricht er über die Serie, seinen Wechsel zu Amazon und sein eigenes Fernsehverhalten.

Was ist denn eigentlich das Thema Ihrer Comedy-Serie? Nach wie vor geht es in "Pastewka" um einen Komiker, der sein Leben nicht auf die Reihe bekommt - und der meinen Namen trägt, da ich mich gewissermassen selbst spiele. Nun gerät der Serien-Bastian in eine selbstverschuldete Midlife-Krise und erlebt eine haarsträubende Reise zu sich selbst. Wir erzählen in den zehn neuen Episoden ein wenig fortlaufender als in früheren Jahren. Wenn ich mir unsere erste Staffel von 2005 vor Augen führe, muss ich feststellen, dass wir in einem Jahr - rein inhaltlich - noch sehr im Trüben fischten und wild experimentiert haben. Unsere Fans haben uns seitdem beim Wachsen unserer Serie zugeschaut. Und uns auch vermisst, als wir 2014 plötzlich stoppten. Jetzt geht es endlich weiter, und die vierjährige kreative Pause hat uns allen sehr gut getan. 

Wie wichtig für den Zuschauer sind dabei bekannte Dinge, etwa das rote Auto? Sehr wichtig. Der Saab ist neben dem Stammensemble natürlich einer der wichtigsten Hauptdarsteller. Die Serie lebt ja von einer ungelenk wirkenden Titelfigur, aber dennoch strahlt sie eine große Harmonie aus. Das liegt an meinen verehrten Mitspielern und unseren bekloppten Geschichten. "Pastewka" ist einfach mein Herzensprojekt und meine kreative Heimat. 



Warum wechseln Sie jetzt zu Amazon? Wir wollten der Serie eine verlässliche Heimat geben. Und zwar dort, wo die Serienfans ohnehin sehr genau hinsehen. Bei Sat.1 fand sich zuletzt kein Sendeplatz mehr, da unser angestammter Freitagsslot von Casting-Shows besetzt war. 

Als eine Nische sind diese Streaming-Anbieter kaum noch zu bezeichnen. Das sehe ich genauso, übrigens auch an meinem eigenen Fernsehverhalten. Ich habe über die Jahre so so gut wie alle TV-Generationen durchlebt, von frühen Cassetten-Systemen bis zu den Ruckel-Rekordern, und ich finde erfreulich, dass es jetzt die neuen benutzerfreundlichen Anbieter neben den bekannten Sendern gibt. Ich war immer ein Fan von dualen Systemen, weil sie dem Zuschauer so viel Auswahl bieten. Kurzum: Ich bin - anders als mein Serien-Alter-Ego -, rundum zufrieden. Interview: Klaus Braeuer, dpa




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