Neujahrsempfang

BVDW fordert bessere Rahmenbedingungen / Büro Düsseldorf wird geschlossen

BVDW- Vizepräsidentin Frederike Probert
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BVDW- Vizepräsidentin Frederike Probert
Auf seinem gestrigen Neujahrsempfang hat der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) von der Politik für 2018 "ordentliche Rahmenbedingungen" für die digitale Wirtschaft in Deutschland gefordert. BVDW-Vizepräsidentin Frederike Probert - die für Matthias Wahl übernahm, nachdem dieser sich kurzfristig krankmelden musste – zog darüber hinaus eine positive Bilanz für 2017.

Mit 44,7 Millionen hätte Deutschland den höchsten Beschäftigungsstand aller Zeiten. "Das ist der Verdienst der Wirtschaft und nicht der Politik. Von der Politik erwarten wir auch nicht, dass sie Arbeitsplätze schafft – dafür sind wir zuständig", so Probert vor rund 200 Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Medien im Business Club Hamburg. "Was wir aber von der Politik erwarten, sind ordentliche Rahmenbedingungen für unsere Unternehmen."



Die BVDW-Vizepräsidentin erwarte ein aktives Gestalten und nicht nur das Verwalten des Status quo und sprach insbesondere die Vertretung nationaler Interessen auf EU-Ebene in Bezug auf die E-Privacy-Verordnung an: "Hier muss die Bundesregierung jetzt sehr dringend handeln, denn die Diskussion mit den Regierungen der anderen 27 EU-Mitglieder sind jetzt in einer entscheidenden Phase."

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Auch Torsten Wingenter, Senior Director Digital Innovations, Lufthansa, forderte beim Neujahrsempfang in seiner Keynote die Politik auf: "Digital geht uns heute alle an. Die Transformation wird von der Unternehmensfrage zunehmend zur gesellschaftlichen Aufgabe, damit wir in einer sich exponentiell entwickelnden Umwelt die richtigen Rahmenbedingungen für eine lebenswerte Zukunft in einer digitalen Welt schaffen." Dazu müsse es unter anderem entsprechende politische Rahmenbedingungen geben, denn die gesamte Gesellschaft stehe vor einem einschneidenden Wandel.

Probert kündigte zudem personelle Verstärkung an: "Zunächst werden wir vor allem im Interesse der Mitglieder unsere Services verbessern und in einer Service-GmbH, einer 100-prozentigen Tochter des BVDW, bündeln. Ich freue mich, heute Malte Hasse als neuen Geschäftsführer der BVDW Services GmbH vorstellen zu dürfen. Schon ab dem 1. März ist er Teil unseres BVDW-Teams." Hasse ist derzeit Geschäftsführer der A&B One Digital GmbH und als stellvertretender Vorsitzender des Fachkreises Full-Service-Digitalagenturen seit langer Zeit im BVDW aktiv.


Außerdem gab der BVDW bei dem Neujahresempfang bekannt, dass das Büro am traditionellen Standort Düsseldorf Ende September geschlossen wird. Um den politischen Einfluss des Verbands zu stärken und die Stellung des BVDW in der Verbändelandschaft zu stärken, sei es notwendig, die Kräfte am Standort Berlin zu bündeln. ron/dh

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