Auswertung von "Zapp"

Männer dominieren Facebook-Kommentare

Männer sind bei Facebook aktiver als Frauen
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Männer sind bei Facebook aktiver als Frauen
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Männer sind in den sozialen Medien deutlich aktiver, wenn es darum geht, sich an Diskussionen zu beteiligen. Das legt eine Auswertung des NDR-Medienmagazins "Zapp" nahe, das rund 700.000 Kommentare auf den Facebookseiten großer Medienhäuser analysiert hat. 
Ein Datenjournalist hat für "Zapp" im Zeitraum vom 23. Oktober bis zum 1. November über die Programmierschnittstelle von Facebook alle Kommentare auf den Seiten großer Medienunternehmen ausgewertet. Insgesamt wurden rund 700.000 Kommentare analysiert. Das Geschlecht wurde dabei über den Vornamen zugeordnet. Das Ergebnis: 53 Prozent aller Kommentare wurden von Männern verfasst, lediglich 36 Prozent von Frauen. 11 Prozent der Namen waren nicht eindeutig einem Geschlecht zuzuordnen. 


Dabei gab es je nach Medium große Unterschiede: Während das Geschlechterverhältnis bei der Bild relativ ausgeglichen war - knapp 47 Prozent der Kommentare stammten von männlichen Nutzern, 40 Prozent von weiblichen - dominierten bei vielen anderen Facebook-Seiten klar die Männer die Diskussion. Sogar bei der linksalternativen tageszeitung stammten nur 25 Prozent der Kommentare von Frauen, während Männer 62 Prozent von Männern verfasst wurden.

Die größten Unterschiede gab es bei der Frankfurter Allgemeinen, wo 68 Prozent der Kommentare von Männern waren und nur etwas mehr als jeder fünfte Beitrag (22 Prozent) von einer Frau. Ein solches Missverhältnis ergab die Analyse sonst nur bei Special-Interest-Angeboten für Männer wie Men's Health (mehr als 68 Prozent Männer / knapp 20 Prozent Frauen).


Auch bei den Facebook-Kommentaren der Nachrichtensendungen "Tagesschau" und "Heute" findet sich ein ungleiches Verhältnis ("Tagesschau": mehr als 62 Prozent Männer / gut 26 Prozent Frauen, "Heute": gut 53 Prozent Männer/ gut 35 Prozent Frauen). Mehr zu den Ergebnissen der Analyse und den Gründen für diese Verteilung erklärt "Zapp" in der Sendung vom 6. Dezember um 23.20 Uhr im NDR. dh 
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