Aus für G+J-Magazin

Die Auflagenentwicklung von Neon auf einen Blick

Neon verschwindet vom Markt
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Neon verschwindet vom Markt
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Nach 15 Jahren zieht Gruner + Jahr den Stecker: Das Aus für die gedruckte Neon hat für viele entsetzte Reaktionen gesorgt. Als Begründung nannte der Verlag die fehlende wirtschaftliche Perspektive aufgrund der sinkenden Auflage. Und in der Tat: Schaut man sich die Entwicklung der verkauften Auflage über die Jahre an, ist der Schritt nur folgerichtig.
3. Quartal 2011: Damals war die Welt bei Neon noch in Ordnung. In diesem Zeitraum wurden von dem 2003 gestarteten Magazin insgesamt 254.807 Exemplare verkauft - so viele wie nie davor und nie wieder danach. Bei der IVW stammen die ersten verfügbaren Daten aus dem 4. Quartal 2004. Damals brachte Gruner + Jahr 118.628 Hefte an die Frau und den Mann.

Niedergang eines Magazins

Quelle: IVW (In Tsd. Exemplaren)

Zuletzt, im 4. Quartal 2017, wechselten 60.977 Exemplare den Besitzer. Für das 1. Quartal 2018, dessen offizielle Zahlen an diesem Donnerstag kommen, kündigt G+J gar nur noch 58.000 verkaufte Hefte an. Chefredakteurin Ruth Fend drückt es folgendermaßen aus: "Liebe Leserinnen und Leser, wir würden wahnsinnig gerne weiter ein Heft für euch machen, mit all der Leidenschaft, mit der wir es noch immer jeden Monat tun. Aber ihr seid zu wenige geworden."


Nun soll es das Netz richten: Gruner + Jahr will künftig auf die digitale Ausgabe neon.de setzen. Diese hat sich laut Verlag gut entwickelt und wächst. Gruner + Jahr zufolge brachte es die Website zuletzt auf mehr als 1 Million Unique User. Dabei beruft sich der Verlag auf Zahlen des Analytics-Dienstleisters Webtrekk. Damit lag Neon zwar hinter dem Konkurrenzangebot Bento (Spiegel), aber vor ze.tt (Zeit) und Orange (Handelsblatt). Letztgenannte werden allerdings bei der Agof gelistet, die Vergleichszahlen basieren also auf unterschiedlichen Metriken.

Die zahlreichen Nostalgiker, die Neon auf Twitter mal mehr, mal weniger ernsthaft nachtrauern, haben offensichtlich nicht gereicht, um das Magazin am Leben zu erhalten. Hier sind ausgewählte Twitter-Reaktionen zum Neon-Aus: 


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