Angriff auf TV-Sender Facebook startet erste Serien und Shows im Sommer

Montag, 08. Mai 2017
Facebook greift TV-Sender an
Facebook greift TV-Sender an
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Im Sommer soll es soweit sein. Dann will Facebook Insidern zufolge gleich zwei Dutzend Serien und Shows auf seiner Plattform starten. Mit der Videoinitiative sollen junge Nutzer gebunden werden.
Social-Network-Riese Facebook soll – gemeinsam mit Partnern – schon seit mehreren Monaten an der Entwicklung von TV-ähnlichen Serien- und Show-Formaten arbeiten. Jetzt steht die Videoinitiative offenbar kurz vor dem Start. Dem US-Portal Business Insider, das sich auf mehrere Insider beruft, zufolge soll Facebook schon Mitte Juni mit dem Ausstrahlen der ersten rund zwei Dutzend Formate beginnen. Demnach konzentriere sich Facebook sowohl auf längere hochqualitative Serien wie TV-Sender, aber auch Netflix oder Amazon. Dazu greift das Social Network tief in die Tasche, angeblich werden bekannte Hollywood-Stars engagiert. Den zitierten Insidern zufolge sollen Serien nach dem Vorbild von „House of Cards“ entstehen. Der zweite Pfeiler des Facebook-Vorstoßes sollen kurze und günstige Serien- oder Show-Formate sein, wie sie etwa auf Youtube zu sehen sind.

Für den Angriff auf TV und Streaming-Konkurrenz hat sich Facebook im Dezember den Collegehumor-Mitgründer Ricky Van Veen an Bord geholt, der seitdem als strategischer Kreativdirektor fungiert. Die von ihm und seinem Team in Auftrag gegebenen Serien sollen zwischen fünf und 30 Minuten lang sein und in einer neugestalteten Version von Facebooks Video-Tab gezeigt werden.

Bei einer der neuen Facebook-Sendungen soll es sich konkret um eine Dating-Show mit Virtual-Reality-Anleihen handeln, wie Business Insider berichtet. Dabei würden die Kandidaten sich zuerst in der virtuellen Welt begegnen, bevor sie wirklich aufeinandertreffen. Für diesen Inhalt zeichnet Conde Nast Entertainment verantwortlich. Das Unternehmen hat eine Zusammenarbeit mit Facebook bestätigt, allerdings keine Details bekanntgegeben.

Im Visier hat Facebook vor allem junge Nutzer – nicht zuletzt, um deren Abwandern zu Snapchat zu verhindern. Schließlich hat auch Snapchat bei den Vorbereitungen für seinen im März über die Bühne gegangenen Börsengang angekündigt, künftig TV-Inhalte anzubieten, um entsprechende Werbeeinnahmen zu generieren. Ähnliche Anstrengungen unternehmen auch Youtube und Twitter. Facebook hat den Medienbericht nicht kommentiert.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf t3n 

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