9-Monats-Bilanz

Rückstellungen drücken aufs Ergebnis von Axel Springer

Die Axel Springer Zentrale
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Die Axel Springer Zentrale
Rückstellungen für die angekündigten Umgestaltungen im Mediensegment und Aufwendungen für die geplante Partnerschaft mit dem US-Investor KKR haben das Konzernergebnis von Axel Springer verringert. Der Gewinn sank in den ersten neun Monaten des Jahres auf 134,1 Millionen Euro - im Vorjahreszeitraum hatte er noch bei 247,4 Millionen Euro gelegen, wie der Konzern am Mittwoch in Berlin mitteilte.
Bereinigt um Effekte wie zum Beispiel Käufe und Verkäufe von Immobilien oder Unternehmen bezifferte das Unternehmen den Konzernüberschuss auf 174,5 Millionen Euro - das entspricht einem Rückgang von 32 Prozent.


Der konzernweite Umsatz lag in den ersten neun Monaten des Jahres bei rund 2,26 Milliarden Euro und damit um 2,7 Prozent unter dem Wert des Vorjahreszeitraums. Aus eigener Kraft - also bereinigt um Währungseffekte und Zu- und Verkäufe - blieb der Umsatz stabil auf Vorjahresniveau (+0,2 Prozent).

Axel Springer Gebäude
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Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) lag im Berichtszeitraum mit rund 440 Millionen Euro um 18,8 Prozent unter dem Wert des Vorjahreszeitraums. Ohne Berücksichtigung von Sondereffekten betrug der Rückgang nach Konzernangaben 15,1 Prozent.


"Wir stellen jetzt die Weichen noch stärker für ein langfristiges Wachstum", sagt Springer-Chef Mathias Döpfner. Ziel sei es, zum Weltmarktführer bei digitalem Journalismus und digitalen Classifieds aifzusteigen. "Dafür werden wir uns nach Vollzug des Übernahmeangebots mit KKR als Partner darauf konzentrieren, unsere Wachstums- und Investitionsstrategie zu beschleunigen", so Döpfner weiter. dpa
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