2. "Tag des Journalismus"

Gruner + Jahr öffnet den Nannen Preis erstmals für das Publikum

2018 lockte der "Tag des Journalismus" rund 1000 Besucher ins Verlagshaus von Gruner + Jahr
© Gruner+Jahr
2018 lockte der "Tag des Journalismus" rund 1000 Besucher ins Verlagshaus von Gruner + Jahr
Im vergangenen Jahr hat Gruner + Jahr die Verleihung des Nannen Preises erstmals mit einem "Tag des Journalismus" begleitet, um den Lesern Einblicke in die Arbeit von Journalisten zu geben. In diesem Jahr geht der Verlag noch einen Schritt weiter. Die Besucher bekommen Einblick in den Wettbewerb und können mit Juroren und Journalisten diskutieren. Auch die Preisverleihung ist erstmals für die Öffentlichkeit zugänglich. 
Leser können sich beim Tag des Journalismus zum zweiten Mal über die Arbeitsweise der Redaktion informieren, mit Korrespondenten sprechen, die Fact-Checking-Abteilung des Stern kennenlernen und an diversen Podiumsdiskussionen über die aktuellen Herausforderungen für den Journalismus teilnehmen. Im Vorjahr hatten rund 1000 Leser an der Aktion teilgenommen - aus Sicht von Gruner + Jahr war der Tag des Journalismus damit ein großer Erfolg. 


In diesem Jahr wird das Programm nun noch einmal erweitert und mit dem Nannen Preis verknüpft. So bekommen die Besucher auch Einblick in den Wettbewerb, indem zum Beispiel die Nominierten ihre Beiträge vorstellen oder die Juroren ihre Beurteilungskriterien erläutern. Die Preisträger in den Foto-Kategorien werden im Rahmen des Tagesprogramms verkündet und ausgezeichnet. Außerdem bekommen rund 50 Besucher auch die Möglichkeit, an der feierlichen Preisverleihung am Abend teilzunehmen. Die Teilnehmer werden unter den Besuchern des Tagesprogramms ausgelost. 

Mit der Öffnung des Wettbewerbs für die Besucher und dem Tag der offenen Tür will Gruner + Jahr eigenen Angaben zufolge ein Zeichen für mehr Transparenz setzen. In Zeiten, in denen viele Menschen den Medien zunehmend misstrauen, wolle man in einen Dialog mit seinen Lesern treten und die Arbeit der Redaktion erklären. 


Bei den Podiumsdiskussionen geht es unter anderem auch um die Lehren aus dem Fall Relotius: So diskutieren Spiegel-Chefredakteur Steffen Klusmann, Julia Bönisch, Chefredakteurin von Süddeutsche.de und Stefan Willeke von der Zeit mit Moderator Andreas Wolfers von der Henri-Nannen-Schule über die Fehlerkultur in Redaktionen: In einer weiteren Runde spricht Anna Lena Mösken (Berliner Zeitung), mit Diana Zinkler (Funke Mediengruppe), Moritz Döbler (Weser-Kurier) und Philipp Holstein (Rheinische Post) über die Zukunft der Tageszeitung. 

Der Tag des Journalismus findet am Samstag, 25. Mai, im Verlagshaus von Gruner + Jahr am Baumwall in Hamburg statt. Die Nannen Preise werden am Abend verliehen. dh
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