1. Guidance Conference

IQ Digital lädt zum Gespräch: Wie stellen wir uns unsere Zukunft vor?

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IQ-Geschäftsführer Steffen Bax
© IQ Digital
IQ-Geschäftsführer Steffen Bax
So richtig toll ist das ja nicht mit den Video-Calls von früh bis spät. Ein paar positive Sachen gibt es dann aber doch: zum Beispiel die Chance, mit virtuellen Konferenzen deutlich mehr Leute als früher zu erreichen. Ein besonders interessantes Beispiel für so ein virtuelles Format ist die 1. Guidance Conference von IQ Digital.
Corona ist keine Chance, sondern eine Katastrophe. Aber es hilft ja nichts, natürlich verlangen auch Krisen konstruktive Antworten und neue Ideen. Gerade bei den Vermarktern tut sich da einiges.


Ein Trend ist, den Kontakt zu Werbekunden und Agenturen zu intensivieren. Die Erfahrungen in diesem Jahr zeigen, dass einige Ansätze durchaus gut funktionieren. Das liegt natürlich auch daran, dass virtuelle Meetings, Workshops und Konferenzen bei weitem nicht so teuer und zeitaufwendig sind wie klassische Formate.

„Wir wollen eine Konferenz über Themen, die uns allen wirklich wichtig sind: persönlich, gesellschaftlich und in unserer Branche“
Steffen Bax, IQ Digital
Der andere Trend ist, dass bei Marketiers und Agenturleuten tatsächlich eine größere Bereitschaft zu erkennen ist, sich ernsthaft mit Themen zu beschäftigen, die über das profane Tagesgeschäft hinausgehen. Genau darauf setzt jetzt auch IQ Digital, das Gemeinschaftsunternehmen von FAZ, Süddeutsche, Zeit und der Handelsblatt Media Group, das am 23. und 24. November erstmals eine virtuelle Konferenz veranstaltet. Angesprochen werden vor allem Werbungtreibende und Agenturen, aber auch „normale“ User sind willkommen. 


Die zweitägige Guidance Conference beginnt mit einer Podiumsdiskussion mit den Journalisten Judith Wittwer (Süddeutsche Zeitung), Lutz Knappmann (Wirtschaftswoche Online), Jochen Wegner (Zeit Online), Sebastian Matthes (Handelsblatt) und Carsten Knop (FAZ). Das Thema der von Dunja Hayali moderierten Runde: „Wie stellen wir uns unsere Zukunft vor? Was erwartet uns privat, für unsere Arbeit und unsere Gesellschaft?“ Am zweiten Tag geht es um Schwerpunktthemen wie Content Marketing, Data Driven Advertising, Podcasts und Programmatic. Ein besonderes Highlight verspricht die Live-Aufzeichnung des Podcasts „OK, America?“ mit Rieke Havertz und Klaus Brinkbäumer zu werden. 

„Wir wollen keine reine Werbeveranstaltung sein, sondern eine Konferenz über Themen, die uns allen wirklich wichtig sind“, sagt Steffen Bax, Geschäftsführer IQ Digital. Bei der Guidance Conference gehe es „vor allem um Vertrauen in Informationen, Orientierung, Wertschöpfung und um Marketingkonzepte für 2021. Wir wollen zeigen, dass auch in dieser Krise Möglichkeiten liegen und wie wichtig relevante und vertrauenswürdige Werkzeuge des Marketings und deren Einsatz in ebenso vertrauenswürdigen Medien sind.“

Mit wie vielen Teilnehmern er rechnet, mag Bax nicht sagen. Man habe keine Zielvorgaben, wolle 2021 aber sicher mit einer 2. Guidance Conference an der Start gehen. 

Vorgaben oder nicht: Die Frage, ob solche Veranstaltungen auch wirtschaftlich Sinn machen, ist natürlich schon virulent. Die große Hoffnung ist ja, dass IQ Digital vom Bedürfnis in der Gesellschaft und damit auch in den Unternehmen profitiert, sich wieder stärker seriösen Qualitätsmedien zuzuwenden. Sieht man sich die Entwicklung am Werbemarkt an, läuft es aktuell freilich viel eher in Richtung Google, Facebook und Amazon. Zur eigenen Umsatzentwicklung will Bax nichts sagen, immerhin aber betont er, dass IQ Digital im 2. Halbjahr bei Content Marketing stark wachse. Und was ist mit der Übermacht der US-Plattformen? Bax: „Wir schauen nicht auf Google oder Facebook, das ist überhaupt nicht unser Fokus. Wir sind keine Getriebenen, sondern wollen gestalten. It’s time to shine!“

„Marken können wieder Haltung zeigen und Vorbilder werden. Lasst uns eine neue Art der Kommunikation ins Leben rufen."“
Tim Rottländer, IQ Digital
Tim Rottländer
© IQ Digital
Tim Rottländer
Gibt es ein dazu passendes Umdenken bei den Werbungtreibenden? Tim Rottländer, Director Brandstudio bei IQ Digital, ermuntert die Marketiers „eine neue Art der Kommunikation ins Leben zu rufen“. Was meint er genau damit? „Wir sprechen immer viel zu schnell über TKPs, Klickraten, Verweildauern et cetera. Viel wichtiger ist zu Beginn aber doch der Inhalt - deshalb wage ich auch in meinem Vortrag das Experiment, das Wort Marketing aus Content Marketing zu streichen. Worum es geht, ist echte Kommunikation. Und die funktioniert nicht über künstliche Perfektion wie wir sie zum Beispiel auf Instagram sehen, sondern indem man sich auf seine Werte, Haltungen und die DNA seiner Marken besinnt.“
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