TV-Handel über das Kabelnetz birgt enormes Potenzial

Im Zeitalter von UMTS lenkt Andersen Consulting seinen Blick auf das Kabelfernsehen. 2003, so stellte die Unternehmensberatung in einer Studie fest, werden Kabel-TV-Anbieter mit E-Commerce und interaktiven Breitbanddiensten 13 Milliarden Mark umsetzen. Die Kabel-TV-Firmen haben gegenüber konkurrierenden Techniken entscheidende Wettbewerbsvorteile: Zum einen sind die Startinvestitionen weit geringer als die, die bei UMTS anfallen. Die Umrüstung des Kabelnetzes wird nach Andersen-Schätzungen insgesamt circa 15 Milliarden Mark kosten. Das entspricht den Kosten pro Anbieter für die UMTS-Lizenzen. Zudem profitiert das Fernsehen von seiner Bedienungsfreundlichkeit, der großen Übertragungsbandbreite und der Vielfalt des Dienste-Angebotes. Ob kabelbasiertes Telefonieren, die Nutzung von Online-Spielen oder der Internetzugang - den Möglichkeiten des TV-Handels sind nach Andersen keine Grenzen gesetzt, sobald das Netz zum Endverbraucher auf Zwei-Wege-Kommunikation umgestellt ist. Daran arbeiten gerade die Unternehmen UPC, NTL und Callahan Associates, die den bisher zersplitterten Markt durch agressive Aufkäufe bereinigen. Die drei Anbieter werden nach Einschätzung von Andersen-Partner Gerhard Thomas mittelfristig die kleineren Regionalanbieter schlucken.


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