"Sichtbare Qualitätsverbesserung": Chefin des DuMont-Reporterpools zieht positive Bilanz

Ende April hat der Kölner Verlag M. DuMont Schauberg seine umstrittene Redaktionsgemeinschaft gegründet, die die Abotitel des Verlags ("Frankfurter Rundschau", "Berliner Zeitung", "Kölner Stadt-Anzeiger" und "Mitteldeutsche Zeitung" in Halle) enger miteinander verzahnen soll. Seitdem liefert unter der Leitung von Brigittel Fehrle ein 16-köpfiges Team in Berlin für die Zeitungen Beiträge zum Thema Politik. Ein neun Mann starkes Team in Frankfurt steuert die Wirtschaftsberichterstattung bei. HORIZONT.NET hat exklusiv mit Chefredakteurin Fehrle darüber gesprochen, welche Chancen aber auch Risiken die veränderte Struktur in sich birgt. bn


Im Gesellschaftervertrag steht, dass die DuMont Redaktionsgemeinschaft auch die Aufgabe hat, journalistische Inhalte an Dritte - also an Nicht-DuMont Blätter - zu liefern. Ist da noch etwas im Busch?
Ich beabsichtige derartige Dinge nicht und kenne auch keine Pläne aus dem Konzern, die in diese Richtung gehen. Eine Belieferung an Dritte steht unserer Arbeitsweise im Übrigen entgegen. Wir verstehen uns nämlich nicht als externer Dienstleister, sondern als konzeptioneller Bestandteil der "Berliner Zeitung" und "Frankfurter Rundschau" - irgendwann kommen auch der "Kölner Stadt-Anzeiger" und die "Mitteldeutschen Zeitung" hinzu. Unser Anspruch ist es, die Tageszeitungen passgenau zu beliefern und das lässt sich nicht auf beliebig viele Titel ausdehnen. Da die vier Tageszeitungen zu einer Familie gehören, funktioniert das, aber bei Außenstehenden wird das schwierig. Dann wird man tatsächlich zu einem reinen Dienstleister, was sich jedoch nicht mit unserem Selbstverständnis verträgt. Interview: bn



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