Pro-Sieben-Sat-1-Vorstand Andreas Bartl: "Die Krise ist eine Chance“

Wird Andreas Bartl der neue starke Mann bei P7S1?
Wird Andreas Bartl der neue starke Mann bei P7S1?
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In einem Interview mit der "FAZ" verteidigt Andreas Bartl, Vorstand German Free TV von Pro Sieben Sat 1, den Umzug von Sat 1 von Berlin nach München gegen Befürchtungen, damit den Sender nachhaltig zu schwächen: "Sat 1 ist für uns der wichtigste Sender, schon allein weil er aufgrund seiner breiten Zielgruppenausrichtung das größte kommerzielle Potential hat. Deswegen gilt als Maxime für die gesamte von mir geführte German-Free-TV-Truppe, dass wir Sat 1 stärken werden", so Bartl gegenüber der "FAZ". 

Der Kauf der Sendergruppe SBS werde sich "auf lange Sicht auszahlen", die Situation der einzelnen Sender sei besser, als gemeinhin angenommen: "Was die Leistung der einzelnen Sender betrifft, liegen wir sehr gut im Rennen. Pro Sieben und Kabel Eins erzielen Marktanteilsrekorde, Sat 1 hat sich auf einem Niveau von elf Prozent stabilisiert, was vor einem Jahr in weiter Ferne lag. N 24 ist auch sehr gut unterwegs."



Die mit dem Umzug von Sat 1 und d er Zentralisierung des Managements verbundene Umstrukturierung nährt indes beim "FAZ"-Konkurrenten "FTD" die Spekulation, Bartl - unbestritten der starke Mann der Sendergruppe - sei der Nachfolger des zum Jahreswechsel scheidenden Vorstandschef Guillaume de Posch: "Dass Bartl nun mit dem Sat-1-Chef Alberti einen Co-Geschäftsführer zur Seite gestellt bekommt, deuten Beobachter als möglichen Schritt, um Bartl für den Aufstieg an die Konzernspitze freizuspielen", schreibt die "FTD". vs
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