Online-Handel mit Medikamenten soll möglich werden

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) will offenbar das 1998 eingeführte Versandverbot für Arzneimittel abschaffen. Einem Bericht der Berliner Zeitung zufolge spielt dabei das Milliarden-Defizit der Krankenkassen eine Rolle. Laut Staatssekretär Klaus Theo Schröder soll der kostengünstige Internet-Handel das bestehende Vollsortiment eines herkömmlichen Apothekengeschäfts jedoch lediglich ergänzen, um die Beratung der Patienten durch ausgebildete Apotheker zu gewährleisten. Reine Internet-Apotheken lehnt das Ministerium ab. Im Gegensatz zur Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, die sich mit dem Argument des Verbraucherschutzes gegen eine Aufhebung des Verbots ausgesprochen hat, befürworten die Krankenkassen den Internet-Handel mit Medikamenten. Sie rechnen mit einer Einsparung von 1,5 Milliarden Mark.



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