Internet Facts: Nachrichtenportale im Minus / Tomorrow Focus bleibt Spitze

Der April hat Wetterportalen regen Zulauf beschert
Der April hat Wetterportalen regen Zulauf beschert

Mieser Monat für Nachrichtenportale: Sie alle müssen laut Internet Facts im April Nutzerrückgänge in Kauf nehmen. Besonders stark verlieren Focus Online und Welt.de mit einem Minus von je 820.000 Unique Usern. Doch auch die Spitzenreiter Bild.de und Spiegel Online entwickeln sich negativ.

So bleibt Bild.de zwar größte Nachrichtenseite, doch mit 450.000 Nutzern weniger geht die Reichweite auf 12,7 Millionen Unique User zurück. Spiegel Online verliert 500.000 Nutzer und rutscht mit 10,1 Millionen sogar aus der Top 10. Unter den großen Nachrichtenportalen kann sich keines positiv entwickeln, einzig Abendblatt.de hält sich stabil.

Auch bei den sozialen Netzwerken sieht es düster aus: Die VZ-Gruppe stürzt immer weiter und ist mit 3,3 Millionen Nutzern mittlerweile noch nicht einmal mehr in der Nähe der Top 50. Allein gegenüber dem Vormonat sind erneut 350.000 User verloren gegangen. Doch auch bei Wer-kennt-wen.de (4,3 Millionen Nutzer) und Xing (4,2 Millionen) geht es leicht bergab, Stayfriends (4,2 Millionen) und Myspace (2,6 Millionen) schreiben ebenfalls ein Minus.

Den größten Zuwachs in den Top 20 verbucht Wetter.com: Um mehr als 1,6 Millionen steigt die Reichweite auf 10 Millionen Nutzer an. Auch DasTelefonbuch.de und Chefkoch.de können zulegen und sich so über der 9-Millionen-User-Grenze halten.

Den Spitzenplatz im Ranking behält weiterhin T-Online mit 25,1 Millionen Nutzern, gefolgt von Ebay.de (23 Millionen) und Gutefrage.net (15,8 Millionen). Das Vermarkterranking wird erneut von Tomorrow Focus mit 29,5 Millionen Nutzern angeführt. Damit hält sich der Burda-Vermarkter den dritten Monat in Folge vor Interactive Media. Sonst gibt es in der Top 10 kaum Bewegung, einzig G+J EMS schiebt sich vor Yahoo auf Rang 10. Am meisten zulegen kann Seven-One Media (plus 490.000; 26,2 Millionen Nutzer), während Interactive Media am stärksten verliert (minus 480.000; 29 Millionen Nutzer).

Mit der April-Auswertung startet die Arbeitsgemeinschaft Onlineforschung (Agof) in den verkürzten Ausweisungsrhythmus: Bis zum Jahresende sollen die Internet Facts sechs Wochen nach dem Erhebungszeitraum erscheinen, die April-Zahlen wären dann beispielsweise bereits Mitte Juni veröffentlicht worden. Aktuell liegt der Zeitraum von Erhebung bis zu Veröffentlichung bei zehn Wochen. sw

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