DuMont-Vorstand Franz Sommerfeld nennt Zeitplan für weiteren Umbau

Franz Sommerfeld wehrt sich gegen den Verdacht der Tarifflucht
Franz Sommerfeld wehrt sich gegen den Verdacht der Tarifflucht
Sobald die Worte Bündelung und Reporterpool fallen, besteht sofort der Verdacht auf betriebsbedingte Kündigungen. Kein Wunder, haben doch in den aktuellen Wirtschaftskrise bereits einige Verlage ihre Redaktionen zusammengeführt, um zu sparen. Daher protestierten auch sofort die Gewerkschaften als Ende vergangener Woche die Pläne der Kölner Verlagsgruppe M. DuMont Schauberg (MDS) für eine zentrale Reporterfirma bekannt wurden. Die Kritik war offenbar unberechtigt, denn wie MDS betont, wird es im Zuge des Umbaus keine betriebsbedingten Kündigungen geben.



Die Abo-Titel werden durch die Redaktionsgemeinschaft enger verzahnt. Wie steht es um die Synergiemöglichkeiten bei den Kauftiteln Kölner "Express", "Berliner Kurier" und "Hamburger Morgenpost"?
Bei den Kauftiteln gibt es auch jetzt schon eine enge Zusammenarbeit. Interessante Themen finden in allen Zeitungen statt. Auch hier gibt es morgens eine Konferenz, in der überlegt wird, wer welche Themen von wem übernimmt. Und das wollen wir auch weiter fortsetzen.

Dass diese Zusammenarbeit ausgebaut wird - zum Beispiel in Form einer Redaktionsgemeinschaft wie bei den Abo-Titeln -, ist nicht angedacht?
Es gibt natürlich Bereiche wie Serviceinhalte, bei denen wir eng kooperieren können. Aber die Zusammenarbeit stößt schnell an ihre Grenzen. Im Unterschied zur "Bild"-Zeitung überwiegt bei unseren Boulevardtiteln der regionale Anteil. Da wir das nicht aufgeben wollen, wäre hier eine Redaktionsgemeinschaft nicht sinnvoll.



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