Deutsche Bank ist gegen Pool-Lösung bei Kirch

Auf Extratour ist die Deutsche Bank in der Finanzkrise des Medienunternehmers Leo Kirch. Während die anderen Gläubigerbanken des mit 6,5 Milliarden Euro verschuldeten Kirch-Imperiums eine Pool-Lösung anstreben und die Schuldenlast des Medienmultis im Gegenzug für eine Beteiligung am Konzern senken wollen, hat die Deutsche Bank eigene Pläne, die sich vor allem um Kirchs 75-prozentigen Formel-1-Anteil drehen.


Nach Informationen der "FTD" soll die DB im Interesse der Automobilkonzerne handeln, die seit längerem die Formel 1 von Kirch übernehmen wollen. Die DB selbst ist Großaktionär bei Daimler Chrysler. Der Stuttgarter Autobauer ist Miteigentümer beim Rennstall McLaren-Mercedes und eine der treibenden Kräfte, die die Formel 1 in Händen der Autokonzerne sehen wollen. Laut "FTD" will die DB Kirch noch diese Woche ein Angebot für die Formel 1 unterbreiten.
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