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Alfred Neven DuMont kritisiert BDZV

Übt Kritik: Alfred Neven DuMont
Übt Kritik: Alfred Neven DuMont
Der Kölner Zeitungsverleger Alfred Neven DuMont geht in einem offenen Brief hart mit dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) ins Gericht. Darin geht es um die Position des Verbands zum Rundfunkstaatsvertrag.

Der BDZV hatte in einer Pressemitteilung den neuen Staatsvertrag begrüßt. Den Internetangeboten von ARD und ZDF würden klare Grenzen gesetzt, man sei mit dem Ergebnis zufrieden und sehe wichtige Einschränkungen gegen eine wettbewerbsverzerrende Konkurrenz der Öffentlich-Rechtlichen.

Verlegerurgestein DuMont, zugleich Ehrenpräsident des BDZV, teilt diese Auffassung indes keineswegs. In einem offenen Brief an BDZV-Präsident Helmut Heinen schreibt er: "Mit Unverständnis hat unser Haus die Stellungnahme des BDZV zur Entscheidung der Ministerpräsidenten über den neuen Rundfunkstaatsvertrag zur Kenntnis genommen. Uns ist völlig unverständlich, dass unsere Geschäftsstelle diesen Schnellschuss lanciert hat, ohne sich breiter mit den Kollegen abzustim men. Offenbar hatte man sich im engen Kreis, wie gelegentlich früher, auf den kleinsten gemeinsamen Nenner geeinigt. Und warum diese Eilfertigkeit?"

Der Rundfunkstaatsvertrag sei keineswegs ausgewogen und realisiere weitgehend die Interessen der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten. Sie könnten „unter dem Deckmantel des Programmbezugs nach weitgehendem Gutdünken“ im Netz presseähnliche Angebote verbreiten. „Die subventionierten Rundfunkanstalten werden zu unmittelbaren Konkurrenten, denn auf mobilen End- bzw. Lesegeräten treten sie mit ihren fast acht Milliarden an Gebühren im Rücken direkt gegen uns an. Was ist das für ein Wettbewerb?", erregt sich Neven DuMont: "Mein Haus teilt meine Fassungslosigkeit über die mehr als einseitige Festlegung des BDZV." dh

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